Bei der SPD sitzt der Schock über das historisch schlechte Wahlergebnis tief. "Ich kann es nicht erklären. Wir werden es gründlich aufbereiten", sagt die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Sabine Dittmar. Besonders schmerzlich für die Kissinger SPD ist, dass die Partei in Burkardroth, Oberleichtersbach, Schondra und Wartmannsroth nicht einmal die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hat und dort unter "Sonstige" rangiert. "Das sind Regionen, wo wir noch nie besonders stark waren. Aber auch in unseren Hochburgen ist die AfD vor uns gelandet", sagt Dittmar. Sie ist überzeugt, dass die SPD im Wahlkampf zwar auf die richtigen Themen gesetzt hat, nur hat der Dauerstreit in der Großen Koalition das überlagert.

Irina Hönig mit Chancen

Im Lauf des Montags wurden zudem die Stimmen für die Bezirkswahl ausgezählt. Im Stimmkreis Bad Kissingen sicherte sich Karin Renner (CSU) das Direktmandat. Sie erhielt 44,0 Prozent der Erststimmen (2013: 52,9 Prozent). Bei den Zweitstimmen verlor die CSU rund sechs Prozent und kam auf 48,9 Prozent. "Ich denke, wir sind im Trend der Landtagswahl. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", sagt Renner. Gerade weil sie in Bad Kissingen mit Stadtrat Tobias Schneider (SPD) und Irina Hönig (Vorstand Grüne Jugend Unterfranken) prominente Gegenkandidaten hatte. Renner, geboren 1948, ist seit 28 Jahren im Bezirkstag vertreten.