Die Beiden hatten vor, sich zu trennen und waren sich wohl wegen der Modalitäten in die Haare geraten. Der 33Jährige wusste sich schließlich nicht anders zu helfen und wählte kurz vor acht Uhr morgens schließlich die Notrufnummer der Polizei.

Die Einsatzzentrale in Würzburg beorderte daraufhin eine Streife der Polizeiinspektion Bad Brückenau zum Einsatzort. Als die Beamten eintrafen, kam ihnen jedoch die 19-Jährige weinend entgegen.
Sie erklärte, dass sie von ihrem Mitbewohner geschlagen und gewürgt worden sei. Der 33-Jährige beschimpfte im Beisein der Streife weiter die Frau.

Als ihm die Beamten aus Gründen der Eigensicherung und um den Sachverhalt aufklären zu können, untersagten und daran hinderten, in die Wohnung zurück zu gehen, widersetzte er sich der Anordnung und ging stattdessen auf die Polizisten los. Er konnte schließlich überwältigt und gefesselt werden. Dabei wurden beide Beamten leicht verletzt.


Bei beiden war Alkohol im Spiel

Die Beteiligten wurden zur Abklärung auf die Dienststelle der Polizei in Bad Brückenau verbracht. Der 33-Jährige stieß dabei weiter Bedrohungen und Beleidigungen gegen die Beamten aus. Alkotests ergaben, dass beide Beteiligte unter Alkoholeinfluss standen. Beim Beschuldigten wurde ein Wert von 1,3 Promille ermittelt.

Die Sachbearbeiterin für häusliche Gewalt kümmerte sich schließlich um die 19-Jährige. Sie wurde nach der Vernehmung in die Wohnung zurück gebracht und übergab den Beamten die nötigen Sachen des 33-Jährigen. Dieser wurde nach der Vernehmung entlassen.

Er bekam ein Kontaktverbot ausgesprochen und muss sich zunächst eine andere Bleibe suchen. Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Brückenau laufen gegen den 33-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung.