"Schauen Sie mal." Gerhard Eck zeigt auf die Pläne, die Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt mitgebracht hat. Extreme Kurven werden zwar entschärft, es bleiben aber Kurven. "Wäre die Straße vor zehn Jahren geplant worden, gäbe es eine gerade Strecke", erläutert der Staatssekretär Doch heute ist das anders. Kuppen werden abgeflacht, die Straße wird verbreitert. Trotzdem bleibt die Trasse weitgehend erhalten.
Gerhard Eck spricht von einem abgesenkten Standard. Mit dem könne man viel Geld sparen, trotzdem sei die Straße uneingeschränkt verkehrstüchtig.

"Es ist schon oft und heftig über diese Straße diskutiert worden", sagt Gerhard Eck bei der Begrüßung. Die Landräte und Bürgermeister der betroffenen Landkreise und Gemeinden und Landtagsabgeordneter Robert Kiesel (CSU) sind zu dem Termin gekommen. Zunächst muss Gerhard Eck noch einmal ein Missverständnis aus dem Weg räumen. Vor einiger Zeit hatte es ein Treffen in Stadtlauringen gegeben, wozu die Maßbacher nicht eingeladen waren, was aber nicht Schuld seines Büros oder des Staatlichen Bauamtes gewesen sei, sagte Eck. Das hatte für viel Unmut gesorgt. "Eine Umgehung wird nur mit der Gemeinde Maßbach diskutiert", stellte Eck noch einmal klar.

Die Erschließung des ländlichen Raums sei lebenswichtig, besonders auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung. "Die A 71 ist ein Segen für die Region", betonte der Staatssekretär. Aber auch die Anbindungen seien wichtig. Die Kosten für den Ausbau der Teilstrecke zwischen Maßbach und Rothhausen bezifferte Gerhard Eck auf 2,5 Millionen Euro Die Planungen seien fast fertig, lediglich ein paar naturschutzrechtliche Dinge seien noch abzuklären.

Mit den Arbeiten könnte noch im November oder Dezember dieses Jahres begonnen werden. Ob man der Bevölkerung aber eine Baustelle mit Ampelregelung über den Winter antun solle, sei fraglich. So ist mit dem Baubeginn wohl im Frühjahr 2014 zu rechnen, je nach Wetterlage im Februar oder März. "Die absolute Fertigstellung wird sowieso erst im Jahr 2015 erfolgen", so Eck. Egal, ob man in diesem, oder im nächsten Jahr beginnt.

Gerhard Eck sprach auch die Schwertransporte an, der unter anderem von der Stadtlauringer Firma Krug ausgehen. Jedes Mal müsste ganz Schweinfurt gesperrt werden. Deshalb sei eine Umgehung von Ballingshausen geplant, wodurch die Schwertransporte künftig durch Volkershausen fahren. So oft komme das aber nicht vor.
Maßbachs dritter Bürgermeister Josef Reichert griff noch einmal die Maßbacher Umgehung auf, zu der es sehr widersprüchliche Meinungen gebe. Die Bevölkerung und der Gemeinderat seien eher gegen eine Umgehung auf dem ehemaligen Bahndamm im Ort. Dagegen seien die Bewohner der Neuen Straße, durch die heute der Verkehr rollt, dafür.

Die Landräte und Bürgermeister der betroffenen Landkreise und Gemeinden sowie der Landtagsabgeordnete Robert Kiesel äußerten sich anschließend über den geplanten Straßenbau. Thundorfs Bürgermeister Anton Bauernschubert (CSU) bat darum, dass diesmal Ausgleichsmaßnahmen auch in der Gemarkung Rothhausen durchgeführt werden. Daraufhin bemängelte Gerhard Eck generell, dass bei jeder Baumaßnahme Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen, meist auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt gab anschließend noch einige Details bekannt. Ausgebaut wird die Strecke auf 2,3 Kilometer. Der erste Bauabschnitt ist knapp ein Kilometer lang und kostet 1,3 Millionen Euro. Begonnen wird auf Maßbacher Seite.

Die Gesamtkosten bezifferte Matthias Wacker auf, 2,3 Millionen Euro. Er habe gleich 2,5 Millionen Euro gesagt, damit es hinterher nicht wieder heiße, es sei teurer geworden, scherzte Gerhard Eck. Es handelt sich bisher sowieso um Schätzungen.