Erneut hat der Bayerische Heilbäderverband (BHV) das "Gütesiegel für vorbildliche Gesundheitsförderung am Kurort" verliehen. Auch die Stadt Bad Brückenau kam in den Genuss dieses Prädikats.
Wie berichtet möchte die Stadt Bad Brückenau die ambulante Kur wieder in den Mittelpunkt rücken und hat dafür ein Heilwasserprojekt ins Leben gerufen. In diesem Zusammenhang hat Kathrin Romeis-Merten einen Lehrgang zum Erwerb des Gütesiegels absolviert. Überreicht wurde ihr und Vertretern aus anderen bayerischen Heilbädern die Plakette in Bad Füssing.
Der Geschäftsführer des Bayerischen Heilbäderverbandes, Rudolf Weinberger, zeigte sich erfreut, dass die Anzahl damit auf 60 Gütesiegelinhaber aus 55 Betrieben und Institutionen in den Bayerischen Heilbädern und Kurorten angestiegen ist.
Weinberger unterstrich, dass die Bayerischen Heilbäder und Kurorte mit modernsten Kompetenzzentren für Kur, Rehabilitation und Medical Wellness Maßstäbe in der deutschen Gesundheitslandschaft setzen. Dabei seien Gesundheitsförderung und Prävention eine wichtige und tragende Säule. Als Gesundheitspartner für aktive und gesundheitsbewusste Menschen bildeten Bayerns Heilbäder und Kurorte damit eine Basis für ein gesundes Leben.


Entspannung und Ernährung

Um die Gesundheit von Körper, Geist und Seele ganzheitlich zu fördern, werde die ambulante Kur in Bayern durch verhaltenspräventive Maßnahmen der Gesundheitsförderung unterstützt. Die Gesundheitsförderung sei zu einem selbstverständlichen Element der ambulanten Kur in Bayern geworden. Verschiedenste Entspannungsformen, Bewegungstraining, Ernährungsseminare und Tabakentwöhnung sollen den Kurerfolg sinnvoll und qualitativ ergänzen, betonte Weinberger.
Ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung zum Gütesiegelerwerb seien Entwicklung und Umsetzung geeigneter Kurkonzepte für den eigenen Betrieb oder den Ort, und dies nicht nur im Rahmen einer ambulanten Vorsorgeleistung, sondern auch im Bereich der Prävention für gesundheitsbewusste Gäste und Einheimische sowie im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, so Schulungsleiter Gerhard Winklhofer. Laut Weinberger sind gesunde und motivierte Mitarbeiter für Unternehmen ein wirtschaftlicher Grundstein und Erfolgsgarant zugleich.
Das "Bündnis für gesunde Mitarbeiter" in Kooperation des Hailbäderverbandes mit einer Krankenkasse, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband und der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Melanie Huml unterstütze die betriebliche Gesundheitsförderung.


Ideale Netzwerkpartner

Die Bayerischen Heilbäder und Kurorte seien mit ihrer Gesundheitskompetenz ideale Netzwerkpartner, um im Bereich des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und
der immer länger werdenden Lebensarbeitszeiten erhebliche Kosten für Betriebe einsparen zu können. Hier müsse eine gemeinsame und tragfähige Präventionsstrategie für die Beschäftigten entwickelt werden um auch den stetig ansteigenden Volkskrankheiten wie Burnout, Diabetes, Stress und Übergewicht entgegenzusteuern.
Das Gütesiegel "Vorbildliche Gesundheitsförderung am Kurort" ist laut Bayerischem Heilbäderverband das anerkannte Garantiezeichen für höchstmögliche Qualität in der ambulanten Kur in Bayern, stehe für bewährte, erfolgreiche Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention in den Bayerischen Heilbädern und Kurorten und sei Voraussetzung für die vollständige Abrechnung der gesundheitsfördernden Seminare im Rahmen der ambulanten Kur mit den gesetzlichen Krankenkassen. red