Grüne Wiesen, weiter Himmel und die Zivilisation weit entfernt am Horizont: Die Leserwanderung am Feuerberg war perfekt, um zu entschleunigen. Bei Sonnenschein und Schäfchenwolken startete die Wandergruppe mit 25 Teilnehmern in Langenleiten. Der Plan: In etwa elf Kilometern um den erloschenen Vulkan wandern. Dabei waren 290 Höhenmeter zu bewältigen. Was zunächst wenig klingt, entpuppte sich bald als schweißtreibende Angelegenheit.

Aufstieg von Langenleiten aus

Bereits auf den ersten Kilometern ging es stramm bergauf. Einige Teilnehmer legten daher zügig ihre Schals und Halstücher ab. "Anfangs waren wir noch etwas schnell, man muss ja erst einmal ein Tempo finden", sagte Hedwig Stühler aus Bad Kissingen. Die gebürtige Premicherin kennt den Feuerberg und das Wegenetz um den erloschenen Vulkan gut. Selbst alte Wege, wie der "Kappsteig", waren eingefleischten Teilnehmern bekannt. Aufgrund der Steigung und der Wegbeschaffenheit wählte die Gruppe jedoch nicht diese Route. Stattdessen gab es Hintergrundinfos zum "Kappsteig" und den umliegenden Flurbezeichnungen sowie deren Ursprung.

Eine Kuriosität: Der Endpunkt des Kappsteigs ist seit dem 19. Jahrhundert als das Hüttenloch bekannt. Und das, obwohl die Kissinger Hütte erst seit 1914 auf dem Gipfel des erloschenen Vulkans thront. Mit Blick auf den Kreuzberg und die Hochrhön rastete die Wandergruppe auf 820 Meter über Normalnull.