Die Schüler des Jack-Steinberger-Gymnasiums planen im Rahmen ihres Projekt-Seminares "Oral History" einen Zeitzeugenabend rund um das Leben in der ehemaligen DDR.

Projekt-Seminare, die ein solches Arbeiten möglich machen, sind mittlerweile fester Bestandteil der gymnasialen Oberstufe in Bayern und dienen als Unterstützung im Studien- und Berufsfindungsprozess. Ihr Fokus liegt auf dem praktischen Arbeiten und auf der Umsetzung eines gemeinsamen Projektes.

In diesem Projekt- Seminar wurde "Oral History" (zu deutsch: mündliche Geschichte) als Rahmenthema gewählt. Dabei handelt es sich um eine Methode der Geschichtswissenschaft, die sich weniger auf die Aussagen von Historikern beruft, sondern versucht anhand von Zeitzeugen ein authentisches Bild der historischen Zustände aufzuzeigen.

Geschichten über Flucht und Ausreise

Zur Umsetzung dieses Ziels suchen die Oberstufenschüler Zeitzeugen, die vor 1989 in der DDR gelebt haben oder auch Menschen, die im Westen wohnten und spannende Geschichten zum Thema Grenze oder Wiedervereinigung erzählen können. Besonders interessieren sich die jungen Leute auch für Geschichten über Flucht und Ausreise aus der DDR.

Wenn Menschen bereit sind, Geschichten und Anekdoten aus dem eigenen Leben zu erzählen, und so durch die individuelle Sichtweise Teil eines vielfältigen, informativen Abends zu sein, würde sich das Seminar des Jack-Steinberger-Gymnasiums sehr freuen, wenn diese sich per Mail an der Schule melden könnten. Auch noch 30 Jahre nach dem Mauerfall bietet sich so die Gelegenheit zum nachdenken, diskutieren und erinnern. Der Kontakt zum Seminar kann unter direktorat@jack-steinberger-gymnasium.de erfolgen.