Am Ende des Tages wartete eine gut gefüllte Schatzkiste auf die elf Kinder der Kindergartengruppe Pusteblume aus Bad Bocklet. Doch nicht nur den Schatz durften sie mit nach hause nehmen: hinzu kam eine große Portion neuer Eindrücke und Wissen um den Wald.

Die "Deutschen Waldtage" sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und fanden dieses Jahr zum dritten Mal in ganz Deutschland statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" haben Forstleute, Waldbesitzer und verschiedene Vereine bundesweit vom 18. bis 20. September zahlreiche Veranstaltungen im und um den Lebensraum Wald angeboten. Mit dabei war auch der Forstbetrieb Bad Brückenau der Bayerischen Staatsforsten, der zum "Walderlebnistag mit der Försterin" im September nach Bad Kissingen eingeladen hatte.

Sensibilisierung für die Natur

Der Wald ist wichtig, denn er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, bietet zahlreiche Arbeitsplätze und ist dabei gleichzeitig auch Naturschutz - und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb das diesjährige Motto: "Gemeinsam!Für den Wald", heißt es in der Pressemitteilung des Forstbetriebs Bad Brückenau. Denn um den Wald mit all seinen Leistungen für die Zukunft zu sichern, komme es auf die gemeinsame Verantwortung aller an! Umweltbildung und Sensibilisierung für die Natur, mit all ihren Facetten der Nutz- Schutz und Erholungsfunktion fängt bereits bei den Jüngsten an.

Daher war die elfköpfige Vorschulgruppe "Pusteblume" des katholischen Kneipp Kindergartens aus Bad Bocklet mit ihren zwei Erzieherinnen Kristina Gundelach und Theresa Reyer gemeinsam mit der Revierleiterin Freya Storath im Bad Kissinger Staatswald unterwegs auf Schatzsuche.

Nach der freudigen Begrüßung der vierbeinigen Begleiter der Försterin, Deutsch-Langhaar "Dorn" und Dackeldame "Ultra" durften sich die fünf- bis sechsjährigen Vorschüler auf Schatzsuche rund um den Klaushof begeben. Auf einer Karte waren mehrere Stationen aufgezeichnet, an denen verschiedene Spiele und Aufgaben rund um das Thema Wald gelöst werden mussten, um auf der Route weiter zu gelangen und am Ende eine gefüllte Schatzkiste zu finden. Zusätzlich wurden auf der Schatzroute verschiedene Wildtierattrappen, Präparate und Abwurfstangen der heimischen Tierwelt heimlich versteckt, die gefunden und erklärt werden mussten. Zwischendurch gab es ein kleines Wald- Picknick zur Stärkung und Erholung der fleißigen Schatzsucher.

Schweige-Fuchs

Nach dem Toben im Wald wurde auf einer kurzen Wegstrecke zwischen zwei Stationen der "Schweige-Fuchs" eingeführt. Auf diesem Abschnitt sollten die Kinder ruhig nebeneinander gehen, ohne mit einander zu sprechen, um den Wald mit all ihren geschärften Sinnen wahrnehmen zu können. Zum Abschluss wurden die verschiedenen Eindrücke, wie das Lichtspiel in den Blättern, Vogelgezwitscher, warme Sonnenstrahlen auf der Haut, oder der Geruch der feuchten Erde zusammen in der Runde ausgetauscht.

Kurz vor dem Ziel wurde gemeinsam ein großes "Waldbild" aus Steinen, Moos, Blättern, Eicheln, Buchäckern, Zweigen und Ästen gelegt, um die verschiedenen Schichten des Waldes zu verdeutlichen. Trockene Äste und Rindenmaterial bildeten dabei den Bilderrahmen. Dekoriert wurde dieses Kunststück mit den Fundstücken der Kinder, wie Abwurfstangen von

Reh und Rotwild.

Am Ende des ereignisreichen Waldtages wurde von den fleißigen und aufmerksamen Kindern eine prall gefüllte Schatzkiste gefunden.

Die Vorschulgruppe Pusteblume hat mit viel Freude ihr bereits sehr gut vorhandenes Wissen rund um den Wald vertieft, viele weitere Verknüpfungen herstellen können und einfach nur viel Spaß beim Spielen und Toben im Wald gehabt, heißt es in der Mitteilung. red