Riesenglück hatten rund 35 Schülerinnen und Schüler und eine Busfahrerin, die am Donnerstagnachmittag mit einem Bus von Bad Kissingen in Richtung Nüdlingen fuhren. Laut Polizeibericht musste die Fahrerin etwa 300 Meter nach dem Ortsausgang Bad Kissingens auf der B287 anhalten, weil es einen technischen Defekt gab.

Die Busfahrerin reagierte richtig und sorgte dafür, dass die Kinder den Bus verließen. Während die Schulkinder ausstiegen, drang laut Polizei plötzlich dichter Rauch aus dem Motorraum.

Schulbus gerät in Vollbrand

Kurz darauf stand das gesamte Fahrzeug in Flammen. Feuerwehr und Polizei gehen davon aus, dass der technische Defekt die Ursache für den Brand war.

Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken erfuhr gegen 13.15 Uhr von dem brennenden Schulbus.

"Der Bus war in Vollbrand, als die Feuerwehr eingetroffen ist. Das Feuer hat auf Sträuche und Hecken übergegriffen", berichtet Stadtbrandinspektor Harald Albert von der Bad Kissinger Feuerwehr. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. "Nach zwanzig Minuten haben wir ihn unter Kontrolle gebracht", sagt Albert.

Glücklicherweise blieben alle Schülerinnen und Schüler unverletzt. Auch die Busfahrerin erlitt keine Verletzungen. Alle verließen den Bus, bevor das Fahrzeug richtig anfing zu brennen.

Ein Ersatzbus kam und nahm die Schülerinnen und Schüler in Richtung Nüdlingen und Münnerstadt mit.

Die Arbeiten an der Unfallstelle dauerten den Nachmittag über an. Die Freiwillige Feuerwehr aus Bad Kissingen, Winkels, Nüdlingen, Garitz und Reiterswiesen war im Einsatz.  Die Bundesstraße musste komplett gesperrt werden. "Das Ganze wird bis 18 oder 20 Uhr dauern", prognostizierte Albert am Nachmittag.

"Die Straße ist kaputt und muss abgefräst werden", sagte Albert weiter. Das werde voraussichtlich nicht mehr am Donnerstag passieren. Eine Ampelanlage werde eingerichtet.

Neben Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Bad Kissingen befanden sich auch die Straßenmeisterei, das Wasserwirtschaftsamt und der städtische Bauhof im Einsatz. Der Rettungsdienst war laut Polizei rein vorsorglich vor Ort.

In einer älteren Version des Artikels hatten wir geschrieben, dass es sich um einen Busfahrer handelte. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. Den Bus fuhr eine Frau.