"Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet", urteilte Albert Camus. Stimmt diese Aussage? Oder ist es vielleicht genau umgekehrt? Den Fragen nach einem tieferen Sinn des Unsinns gehen Isabelle Soulas (Solo-Flötistin des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau) sowie ihre Mitstreiter Oliver Klenk (Klarinette) und Martin Spitzweck (Sprecher) am Freitag, 21. August 2015 im Lola Montez-Saal des Staatsbades Bad Brückenau gleich zwei Mal nach.

Zunächst wird dort um 11 Uhr ein Mini-Konzert für Kinder im Rahmen der Aktion "Ferienspaß" gegeben. Das "absurde" Programm zeichnet sich auf den ersten Blick durch ein kreatives Durcheinander aus, doch dieses ist durchaus beabsichtigt. Die Protagonisten folgen einem geheimen Plan, wenn sie die Welt des Absurden erkunden und die Kinder im Grundschulalter auf eine spannende, circa 45-minütige Reise ins Skurrile und Schräge mitnehmen. Dass dabei auch ein wenig Fantasie gefragt ist, versteht sich von selbst. Durch Wortverdrehereien und bekannte Spiele wie "Stille Post" werden die Kinder einbezogen und helfen bei der Entstehung einer Geschichte mit, die dann zum Schluss spontan mit Musik untermalt wird.

Die Großen sind dann am Abend um 19.30 Uhr mit einem Konzert im Rahmen der Kammermusikreihe "Zwischenspiele" dran. Das Trio lässt einen großen Wirbel aus Noten, Wörtern, Farben, Formen, Gerüchen, Geräuschen und Klängen entstehen. Schweine fliegen durch die Luft, Worte purzeln in eine Girlande... Zur Musik von Andreas Breiter, Pierre Paubon, César Franck, James Rae, François Devienne, Heinrich Leopold Balzer, Kaia Saariaho, Gordon Lewis und Fried Walter liest der Schauspieler Martin Spitzweck aus Gedichten von Ernst Jandl, Hugo Ball, Pablo Picasso, Kurt Schwitters, Daniil Charms und Christian Morgenstern. Anonyme Fatrasien aus dem Mittelalter werden ebenfalls nicht fehlen. Kurzum: Ein amüsantes Ping-Pong mit Sinn und Unsinn!
Zum Mini-Konzert für Kinder "Das ist absurd!" ist der Eintritt frei. Das Bayerische Kammerorchester bittet lediglich um eine Voranmeldung unter Tel.: 09741/ 938 90. Karten für das Zwischenspiel "Ad absurdum" gibt es an der Abendkasse ab 19 Uhr.