Neuseeland verteidigt seinen Titel bei der Stihl-Timbersports Team-Weltmeisterschaft. Beim Aufeinandertreffen der weltbesten Sportholzfäller in Stuttgart setzten sie sich am 25. Oktober gegen mehr als 20 Mannschaften durch. Silber ging an die USA, Australien errang Bronze. Deutschland mit Danny Mahr aus Volkers war als bestes europäisches Team im Viertelfinale trotz einer starken Leistung ausgeschieden und belegte am Ende Rang fünf.

Ein Axtschlag oder sechs Zehntelsekunden entschieden über Sieg oder Niederlage: Neuseeland verteidigt seinen Titel und ist damit erneut Team-Weltmeister der Timbersport-Series. Bei den Wettkämpfen am 25. Oktober 2013 in der Stuttgarter Porsche-Arena waren die besten Sportholzfäller der Welt im Kampf um den Mannschaftstitel angetreten. 21 Nationen-Teams sowie eine Staffel der besten deutschen bzw. internationalen Nachwuchssportler kämpften um die begehrte Trophäe. Silber ging am Ende an die USA, Australien erreichte den dritten Platz.

5000 Zuschauer verwandelten die ausverkaufte Porsche-Arena in einen wahren Hexenkessel, vor allem bei den Durchgängen der beiden deutschen Teams war die Stimmung am Kochen. Während der Nachwuchs nach dem zweiten Durchgang ausschied, kämpften sich die arrivierten Sportler um Robert Ebner bis ins Viertelfinale vor.

Erst hier war dann gegen den neuen Vizeweltmeister USA Schluss. Unter dem Jubel des Publikums lag das deutsche Team anfangs noch mit den Amerikanern gleichauf, im Verlauf des Durchgangs fiel es dann aber leicht zurück. Mit einer Zeit von 1:11.92 lag es schließlich 8,5 Sekunden hinter dem US-Team. Am Ende stand ein achtbarer fünfter Platz, womit Deutschland gleichzeitig bestes europäisches Team wurde.

"Es war eine riesige Stimmung hier in der Arena", beschrieb Danny Mahr den Wettkampf. "Für mich war es eine sehr schöne Situation, beim Underhand Chop zu bestehen und die Mannschaft so weit zu bringen. Ich denke, wir haben unsere Bestleistung gezeigt und können nur nach vorne blicken."

Auch Teamcaptain Phillip Vielwerth zeigte sich mit dem Wettkampf mehr als zufrieden: "Bester Europäer zu werden ist eine super Auszeichnung für uns." Dass die USA ein starker Gegner sind, sei von Anfang an klar gewesen. Dementsprechend sei die Taktik gewesen, volles Risiko zu gehen. "Wir haben uns auch noch einmal verbessert, aber es hat leider nicht gereicht." Nichtsdestotrotz sei er sehr stolz auf das Team und die Leistung, die die Sportler heute gezeigt haben, meinte Vielwerth.

Das Team der besten deutschen Nachwuchssportler konnte sich im ersten Durchgang nicht direkt für das Achtelfinale qualifizieren, damit mussten die Rookies im Kampf um die "Second Chance" erneut antreten. Hier waren die jungen Athleten zwar schneller als das irische Team, am Ende reichte es aber nicht für die nächste Runde. Trotzdem verdienten sie sich den Respekt der anderen Sportler.

Als nächster Wettkampf steht jetzt am Samstag das Einzel der weltbesten Sportholzfäller an, bei dem auch Robert Ebner aus dem bayerischen Ottelmannshausen antritt.

Der Mannschaftswettbewerb der Stihl Timbersport Series wird als Staffelwettkampf ausgetragen. Nacheinander absolvieren die vier Sportler einer Mannschaft je zwei Disziplinen mit der Axt (Underhand Chop, Standing Block Chop) und an der Säge (Single Buck, Stock Saw). Im Zentrum der vier technisch anspruchsvollen Disziplinen stehen der Athlet und seine Fertigkeit im Umgang mit dem Sportgerät sowie dem Holz. Alle Disziplinen gehen auf klassische Waldarbeitertätigkeiten zurück und verbinden die Bewahrung von Traditionen mit den Ansprüchen des Hochleistungssports. Aus diesem Kräftemessen haben sich im Laufe der Zeit professionelle Veranstaltungen auf hohem sportlichen Niveau entwickelt.