Seit einiger Zeit ist im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge" ein Ausstellung zum Thema Windenergie zu sehen. Gerade in Hinblick auf das Artenschutzprojekt des Biosphärenreservat Rhön "Rotmilan" sei das ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Klimadiskussion, zitiert das Biosphärenreservat in einer Pressemeldung die deutsche Wildtierstiftung.

Der Rotmilan steht seit einigen Jahren im Fokus des Artenschutz. Die Rhön mit ihrem Wechsel von Wald mit einem bunten Mosaik von Wiesen, Weiden, Äckern und Feldgehölzen, zahlreichen Quellen und Bachläufen steigt zu einer Hot-Spot-Region der biologischen Vielfalt auf. In einer solch strukturreichen Landschaft fühlt sich der Rotmilan wohl. Meist brütet er in Waldrandnähe. Zur Nahrungssuche fliegt er in die offene Kulturlandschaft. Auch Dörfer und Weiler werden vom Rotmilan aufgesucht.

Aus dem aktuellen Bericht zur Bestandserfassung vom 24. Januar 2019 wurden auf den Probeflächen, die rund 20 Prozent des Projektgebietes ausmachen, 77 Revierpaare gezählt. Dank der vielen freiwilligen Rotmilan-Kartierer konnten acht Revierpaare mehr als im Vorjahr registriert werden, dennoch war der Bruterfolg aufgrund der langanhaltenden Trockenheit gering. In den Ackerbauregionen, in denen Raps und andere hochwüchsige Kulturen einen hohen Anteil an der Anbaufläche haben, scheitern die Bruten oft an Nahrungsmangel. Ein hoher Grünlandanteil hingegen wirkt sich nachweislich positiv auf den Bruterfolg aus.