Bad Brückenau
Zukunft

Kunsthaus Bad Brückenau mit großen Plänen

Viel vor hat der Bad Brückenauer Verein. Über Kooperationen und das Engagement neuer Mitglieder soll das Programm erweitert werden. Und es wurde neu gewählt.
Der Verein Kunsthaus Bad Brückenau wählte den  Vorstand und die Kassenprüfer: (von links): Cornelia Borowski, Claudia Körber, Ralf Tischbirek, Evi Zühlke, Klaus Heinle,  Karin Ott und Michaela Queck. Es fehlen Eva Reichert-Nelkenstock, Klaus Jörg ...
Der Verein Kunsthaus Bad Brückenau wählte den Vorstand und die Kassenprüfer: (von links): Cornelia Borowski, Claudia Körber, Ralf Tischbirek, Evi Zühlke, Klaus Heinle, Karin Ott und Michaela Queck. Es fehlen Eva Reichert-Nelkenstock, Klaus Jörg sowie Hans Dietrich Unger. Foto: Hans Dietrich Unger

Nachdem die letzte Jahreshauptversammlung aufgrund der Pandemie ausfallen musste, erfolgte in der jetzigen Versammlung des Kunsthaus' Bad Brückenau der Bericht der 1. Vorsitzenden des Vereins, Cornelia Borowski, über die beiden zurückliegenden Jahre. Sie ging dabei auch auf den Auszug des Vereins aus den Veranstaltungsräumen in der Bahnhofstraße 19 ein, dankte dem anwesenden Ehepaar Hohmann für die Zusammenarbeit und bedauerte den Verlust des tollen Flairs der Kleinkunstbühne in der ehemaligen Schreinerei Krug, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die Räume in der Georgi-Halle seien jedoch nun zu einer neuen Heimat für Veranstaltungen geworden, und man hoffe, dass die dortigen Konditionen aufrechterhalten werden können, um weiterhin für die Einwohner und die Gäste der Stadt und Region ein abwechslungsreiches Kulturprogramm bieten zu können. Pandemiebedingt mussten zwar einige geplante Veranstaltungen im neuen Domizil ausfallen, dennoch gelang es, schon eine Vielzahl verschiedenster Events für das kulturbegeisterte Publikum zu realisieren.

Klaus Zühlke leitete routiniert die Neuwahl des Vorstandes: Cornelia Borowski als 1. Vorsitzende, Karin Ott als 2. Vorsitzende, Evi Zühlke als Kassiererin und Claudia Körber als Schriftführerin wurden in ihren Ämtern bestätigt und Eva Reichert-Nelkenstock, Ralf Tischbirek, Michaela Queck und Klaus Jörg als Beisitzerinnen und Beisitzer gewählt. Klaus Heinle sowie Hans Dietrich Unger sind bereit, die Kassenprüfung in Zukunft zu übernehmen.

Neue Mitglieder mit Ideen

Ferner wurde der Vorstand durch die Kooptierung zweier neuer Mitglieder erweitert: Michaela Queck und Klaus Jörg werden sich nun in die Vereinsarbeit mit ihren Ideen einbringen: Queck ist Kunsthistorikerin, arbeitet zur Zeit in der Bibliothek und im Kulturbüro der Stadt und hat zum Beispiel schon Kirchenführungen und Bildbetrachtungen durchgeführt. In diesem Bereich kann sie sich ein Engagement für den Kunstverein vorstellen. Jörg war bis 2021 Leitender Schulamtsdirektor in Bad Neustadt. Da er Kontakte zu verschiedenen Autoren - inklusive Mundartdichtern - hat, will er sich für Lesungen dieser Art im Kunstverein stark machen.

Veranstaltungen im Restjahr

Die 2. Vorsitzende Karin Ott gab einen Ausblick auf die 2022 noch geplanten Veranstaltungen des Kunstvereins: 17. Oktober: Schauspieler, Liedermacher, Poet und Gitarrist Michael Fitz - "Da Mo-der Mann", 29. Oktober: Jazzpianist Jan Luley - Reflections of New Orleans, 12. November: Salonlöwengebrüll - Musikcomedy im Stil der 20er Jahre, 27. November: Kinderveranstaltung: Figurentheater mit Thomas Glasmeyer "Peterchens Mondfahrt", 17. Dezember: Felix Oliver Schepp - Musikkabarett: "Hirnklopfen"

Auch für das Jahr 2023 gibt es bereits Absprachen bezüglich Künstlerengagements, und mit der Touristinformation werden Termine in der Georgi-Halle hierfür bereits geplant. Ott sprach auch eine angedachte Kooperation mit dem hiesigen Kino "Rhönlichtspiele" und der August-Kömpel-Musikschule an. Ferner wies sie auf die Homepage des Kunstvereins hin, die gerade neu gestaltet wird.

Kassiererin Evi Zühlke stellte die durch sehr sparsames Wirtschaften derzeit ausgeglichene finanzielle Lage des Vereins dar. Erfreuliches konnte sie über die Anzahl der Mitglieder mitteilen: Während der Pandemie kündigten zwar zehn Mitglieder, es kamen jedoch jetzt wieder zwölf hinzu, so dass nun 140 Mitglieder dem Kunsthaus angehören. Kassenprüfer Otto Leidenberger, der zusammen mit Oswald Türbl alle Kassenbelege genau kontrolliert hatte, bescheinigte eine tadellose Buchführung, so dass die Vorstandschaft entlastet werden konnte.

Niederlegung der Ämter

Da Maria Unger ihr Amt als Beisitzerin niederlegt, bedankte sich Cornelia Borowski für ihr enormes Engagement seit Gründung des Vereins. Zuverlässig saß sie stets bei den Events in der Galerie an der Abendkasse. Besondere Verdienste erwarb sie sich durch ihre Lesungen, in denen sie selbst Texte zu Kunstbildern verfasste und diese gekonnt vortrug. Da auch Hans Dietrich Unger auf eigenen Wunsch dem Vorstand nicht mehr an vorderster Front angehören möchte, bedankte sich Cornelia Borowski auch herzlich bei ihm, dem Gründer und Organisator des Kunsthaus, der seine Vision, eine Galerie in Bad Brückenau zu etablieren, mit riesigem Engagement und Erfolg verwirklichte. Das Gestalten der Flyer und Plakate für die Veranstaltungen will Unger jedoch weiter in die Hand nehmen. Ein weiterer Dank galt den beiden Kassenprüfern Otto Leidenberger und Oswald Türbl.