Der Stolz der Gemeinde Oberleichtersbach ist der 660 Meter hohe Dreistelzberg mit seinem herausragenden Aussichtsturm mit knapp 16 Meter Höhe. Schon seit 1840 wird der Berg mit einer hölzernen Konstruktion geziert, der einen Fast-Rundumblick über die Brückenauer Kuppenrhön und noch weiter hinaus ermöglicht. Der Ausblick erstreckt sich vom Taunusgebiet über Fulda bis hin zum Berg Dammersfeld im Truppenübungsplatz bei Wildflecken. Nach zahlreichen Renovierungen steht heute eine massive Stahlkonstruktion auf der Spitze des Berges, die auf knapp 15 Metern Höhe eine Plattform mit einem atemberaubenden Panoramablick beherbergt. Jedoch war es den Einwohnern der Gemeinde Oberleichtersbach ein großes Anliegen diesen Ausblick auch dementsprechend zu würdigen und Touristen zu erklären, was sie da sehen.

Daher haben die bayerischen Staatsforsten/Forstbetriebe Bad Brückenau, die seit 2014 für die Betreuung des Aussichtturms vom Dreistelzberg zuständig sind, gemeinsam mit der Gemeinde Oberleichtersbach vier Panoramatafeln erstellen und anbringen lassen. Nach der großen Renovierung des Turms im Jahr 2002, zieren nun die Infotafeln die Brüstung und geben eine Information über umliegende Orte, Berge und Ländereien. "Wir haben es angepackt und ein besonders Erlebnis für die Touristen und den Menschen vor Ort geschaffen", sagte Dieter Muth, Bürgermeister der Gemeinde Oberleichtersbach, bei der Feierstunde. Er verwies auch auf die ordnungsgemäße und zeitnahe Umsetzung des Projekts und konnte stolz verkünden, dass vier der fünf Tafeln erfolgreich bis Ende August angebracht wurden. Eine Tafel wird noch im Nachhinein mit einer passenden Fotografie ausgestattet, da momentan noch die Sicht von üppigen Buchenwipfeln versperrt wird.

Menschen der Region sollen davon profitieren

Durch den Fond des Gemeinwohls konnte das Projekt des bayrischen Staatsforst Bad Brückenau von der lokal ansässigen Firma Zech Werbewerkstatt durchgeführt werden. Diese übernahm die Gestaltung sowie die Folierung der farbigen Panoramatafeln. Der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner (CSU) vermerkte hier auch auf den wirtschaftlichen Aspekt, denn "wir investieren Geld für die attraktive Gestaltung der Rhön in ortsansässige Unternehmen". Somit steht bei diesem Projekt nicht nur das Wohl der Touristen im Vordergrund, sondern auch eine Wertsteigerung des Ausflugsziels Dreitstelzberg und eine daraus profitierende lokale Wirtschaft. Um eine noch höhere Sicherheit den Besuchern des 1 Turms zu gewährleisten, werden regelmäßig Tüv-Gutachten durchgeführt, aus denen sich weitere Projekte wie das Anbringen von Auffangmatten am Geländer des Turms und das Austauschen der im Herbst oft rutschigen Holztreppenstufen resultierten. Diese Arbeiten sind noch für dieses Jahr geplant.

Muth sprach einerseits einen großen Dank an Harald Zech für das ausgezeichnete Ergebnis aus, aber auch an den Ortsansässigen Engelbert Klug, der bei der genauen Beschriftung der Panoramabilder mithalf und seine Kenntnisse zur Verfügung stellte. "Die Rhön ist einer der landschaftlich attraktivsten Orte in Deutschland", ist Wolfram Zeller, Fortbetriebsleiter der bayerischen Staatsforste Bad Brückenau, überzeugt. "Und mit den Panoramatafeln bringen wir das an die Bevölkerung weiter."