Die Gründerin zieht sich zurück: 15 Jahre lang prägte Ingrid Schubert das Alp-hornspiel in der Rhön. Nun verlässt die 57-Jährige aus Geroda die "Alphornbläser Schwarze Berge" und gibt die musikalische Leitung ab.
"Das Alphorn ist in der Rhön angekommen", meint sie. Und das sei von Beginn an das Ziel ihres Engagements gewesen: "Nicht nur ältere Leute, sondern auch viele jüngere Menschen begeistern sich nun für dieses Instrument, die Arbeit ist getan."

Doch bis dahin war es ein langer Weg. 1998 gründete sie zusammen mit ihren Musiker-freunden von "Schuberts Stubenmusik", Christoph Liebelt und Sandra Hornung, das "Alptraum-Trio". Ein Jahr später wurden daraus die "Gerodaer Alphornbläser". Was damals mit drei vom Urlaub mitgebrachten Alphörnern begann, nahm nun eine erstaunliche Entwicklung.

Im Laufe der Zeit wechselten zwar Besetzung und Namen der Crew, die sich seit 2009 "Alphornbläser Schwarze Berge" nennt. Das Alphornspiel aber wurde in der Rhön zunehmend populär. Dafür sorgten auch zahlreiche öffentliche Auftritte unter der Leitung von Ingrid Schubert. Glanzpunkt und vorläufiger Abschluss der Entwicklung war das "1. Rhöner Alphornbläsertreffen", das die "Alphornbläser Schwarze Berge" im Sommer 2013 ausrichteten. Riesig war das mediale Interesse an diesem bisher einmaligen Event, bei dem über 160 Alphornisten aus dem In- und Ausland auf dem Kreuzberg und im Bad Brückenauer Kurpark musizierten.

Mehr Zeit für die Familie

Die Initiatorin aber will nun wieder mehr Zeit für ihre Familie haben und sich auf die Arbeit mit der Gerodaer Volksmusik-Formation "Schuberts Stubenmusik und Freunde" konzentrieren. Diese feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen, und da gibt es "genug zu tun". Und auch hier soll das Alphorn künftig fest in das musikalische Repertoire der Gruppe aufgenommen werden.

Ganz zurückziehen vom aktiven Alphornspiel wird sich Ingrid Schubert also doch nicht. Und auch die "Alphornbläser Schwarze Berge" werden weitermachen. Vorläufig als Quartett, wie es auf der Homepage der Gruppe vermeldet wird.