Das nächste Konzert in der Kooperationsreihe "Hochschulpodium" des Bayerischen Kammerorchesters und des Dorint Resort & Spa Bad Brückenau findet am Samstag, 30. Oktober um 20 Uhr statt. Im Kuppelsaal des mondänen Vier-Sterne-Hotels gastiert das Malbec Klavierquartett.

Seine Mitglieder, Carolin Grün (Violine), José Batista Junior (Viola), Dominik Manz (Violoncello) und Anna Stepanova (Klavier), studieren im Masterstudiengang Klavierkammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Prof. Angelika Merkle. 2019 gewann das Quartett den Kammermusikpreis der Kamar Percy und Ingeborg John-Stiftung.

In den lähmenden Zeiten der Corona-Pandemie ohne Konzerte konnte sich das junge Ensemble mit einer ersten CD profilieren. Es sind Werke von dieser CD, die nun auf dem Programm des Hochschulpodiums stehen: Das Klavierquartett c-Moll op. 13 von Richard Strauss und das Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87 von Antonin Dvorak.

Das Klavierquartett des 19-jährigen Richard Strauss war ein Geniestreich, der sofort als solcher erkannt wurde. Der Komponist erhielt dafür 1885 den 1. Preis im Kompositionswettbewerb des Berliner Tonkünstlervereins und Ende des Jahres folgte in Meiningen die Uraufführung. Strauss knüpfte mit dem Klavierquartett an Johannes Brahms an, der drei gewichtige Werke für diese Besetzung schrieb. Zugleich verstand es das junge Talent aber, die Anlage des Werkes nach diesem großen Vorbild in seiner eigenen charakteristischen Manier umzudeuten.

Nach seinem ersten Klavierquartett von 1875 ließ sich Antonin Dvorak fast 15 Jahre Zeit, bis er ein zweites in Angriff nahm, obwohl ihn sein Berliner Verleger Fritz Simrock immer wieder zu einem neuen Werk dieser Gattung gedrängt hatte. Vielleicht zögerte er auch deshalb so lange, weil er sich am hohen Standard der Brahmsschen Klavierquartette orientierte. Nach der Premiere 1890 in Prag wurde jedoch schnell deutlich, dass Dvoraks Klavierquartett den Vergleich mit den Referenzwerken seines deutschen Kollegen und Förderers nicht zu scheuen brauchte: Es ist ein Meisterwerk mit ungewöhnlich ätherischen Klangbildern, in denen der Klavier- mit dem Streicherklang vollendet verschmilzt.

Für den Besuch des Hochschulpodiums gelten die 3G-plus-Regeln und die Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der aktuellen Fassung. Es wird empfohlen, sich in der Geschäftsstelle des BKO, Tel.: 09741 / 93 890 anzumelden. Das ist allerdings keine Bedingung für den Konzertbesuch. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.