Die Georgi-Bläser Bad Brückenau suchen noch Nachwuchsmusiker für ihre neue Bläserklasse. Nachdem die letzte Bläserklasse ein voller Erfolg war und alle Teilnehmer mittlerweile als fester Bestandteil im Hauptorchester mitspielen, wird das Projekt erneut gestartet. Eigentlich sollte schon letzten Monat Anmeldeschluss sein, doch leider haben sich nur knapp ein Dutzend Kinder und Jugendliche gefunden, um an diesem Gemeinschaftsprojekt teilzunehmen.

Die Musikkapelle Riedenberg, die ebenfalls eine neue Bläserklasse mit 15 Musikern starten möchte, steht vor einem ähnlichen Problem. Nun wollen die beiden Orchester kooperieren. "Der Einzelunterricht wird von jeder Musikkapelle selbst gestemmt", erklärt Markus Hehn, Vorstand bei den Georgis. Für die Probe in großer Runde tun sich die beiden Bläserklassen zusammen.

Einfach einmal ausprobieren

Anfangs geht es für die neuen Jungmusiker darum, mit den Instrumenten warm zu werden. In den ersten Wochen hat jeder Teilnehmer die Chance, von der Klarinette bis zur Trompete alle möglichen Instrumente durchzuprobieren und sich dann drei Favoriten auszusuchen. Später bekommt jeder ein Instrument zugewiesen, das er von da an spielen wird. "Im Normalfall bekommt jeder die Erst- oder Zweitwahl", erklärt Hehn das Vorgehen.

Jeder Nachwuchsmusiker hat dann einmal in der Woche eine Einzelstunde mit professionell ausgebildeten Musiklehrern, um die nötigen musikalischen Fähigkeiten zu lernen. Der Kostenaufwand für die Eltern ist recht gering, da der Verein die Instrumente ausleiht. Wenn ein Grundstein beim Musizieren gelegt ist, gibt es regelmäßig Proben der Bläserklassen von Bad Brückenau und Riedenberg. Von Anfang an musiziert das neue Jugendblasorchester in Gemeinschaft, und der Zusammenhalt in der Gruppe wird gestärkt.

Als Orchester zusammenwachsen

"Ich fand besonders gut an der Bläserklasse, dass wir von Anfang an in einer Gemeinschaft Stücke und auch Auftritte gespielt haben", lobt Martina Weber das Projekt. Sie spielt seit fünf Jahren Saxophon und ist ganz vorn dabei im großen Orchester. Speziell die Georgi-Bläser sind für junge Leute eine gute Wahl, da dort nicht nur klassische Blasmusik, sondern insbesondere viele moderne Stü cke gespielt werden. Schon von Beginn an wird die Bläserklasse anfangs erst kleine und später immer größere Auftritte haben, um die Ergebnisse dem Publikum zu präsentieren.

Auch Alexander Mack, der nun schon das zweite Jahr bei den Georgis spielt, macht es riesigen Spaß: "Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, weil es einfach ein tolles Hobby ist und es Spaß macht, in der Gruppe zu musizieren." Die Georgis wünschen sich natürlich, dass sich noch viele Neugierige anmelden und in wenigen Jahren wieder neue strahlende Gesichter im Orchester sitzen und genauso viel Spaß dabei haben wie alle anderen.

Wer Infos über das Projekt Bläserklasse haben will, kann sich direkt an den Vorstand wenden. Markus Hehn ist über Festnetz (Tel.: 09741/ 7829 502) oder Handy (Tel.: 0171/ 6013 881) zu erreichen. Interessierte können auch gern in eine Probe reinschnuppern: Geprobt wird jeden Freitag (außer in den Ferien) ab 19.45 Uhr im Pfarrheim.