Frisch lackiert in der Originalfarbe aus den 1960er Jahren, einem dunklen Weinrot, kehrte am Montag eine historische Lok aus dem Bahn-Ausbesserungswerk Meiningen in ihren "Heimatbahnhof", das "Fränkische Freilandmuseum" in Fladungen zurück.

Mit der für die deutsche Bahn mittlerweile "obligatorischen" rund einstündigen Verspätung traf das Bähnchen, mit einem offenen Güterwaggon im Schlepptau, aus Thüringen kommend in der Rhön ein - sehnsüchtig erwartet und empfangen von zahlreichen Schaulustigen, Zug-Spottern, Medienvertretern, Fladungens Bürgermeister Michael Schnupp und der Eigentümergemeinschaft "Rhönzügle".

Deren Verantwortliche hatten der Rangier-Diesellokomotive, Baujahr 1960, in offizieller Lesart eine "V60 734", ein neues gleichermaßen historisches wie zeitgemäßes neues Outfit verpassen lassen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von immerhin 60 Kilometern pro Stunde bringt die Lok stolze 64 Tonnen und immerhin 750 PS auf die Schiene, heißt es in einer Pressemitteilung der "Oldtimer-Liebhaber". Hergestellt wurde sie von "Maschinenbau Kiel". Die Rangierlokomotive war eine Erfolgsgeschichte und ein Exportschlager der Deutschen Bundesbahn. 1998 stellte die DB ihre Produktion indes ein.