Von der "Stunde null" dieses Hauses haben die beiden eine zentrale Säule im Haus der Schwarzen Berge - nämlich die Bereiche Regionalwarenladen, Café, Gebäudebetrieb und Besucherbetreuung - etabliert. Jetzt gehen sie in den Ruhestand.

Das Haus der Schwarzen Berge in Oberbach wurde am 31. Mai 1997 vom damaligen bayerischen Umweltminister Thomas Goppel der Öffentlichkeit übergeben. "Schon im Vorfeld haben sich die beiden mutig dazu entschlossen, gemeinsam eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zu gründen und als Unternehmerin und Arbeitgeberin seither dieses Haus von Anfang an mit Leben zu erfüllen", sagte Thomas Bold.

Er dankte auch dem Markt Wildflecken, der damals seine Liegenschaft - eine ehemalige Schule - neu ausrichtete, investierte und all die Jahre der Schwarze Berge Management GbR in Zusammenarbeit mit dem Rhöner Trägerverbund für das Haus der Schwarzen Berge als verlässlicher Vertragspartner zur Seite stand.

Vor 20 Jahren war das Thema Regionalvermarktung zwar bekannt. Aber wie es konkret umgesetzt wird, war noch offen. Heute ist die Dachmarke Rhön nicht mehr aus der Region wegzudenken, und der Ursprung der Regionalvermarktung im Biosphärenreservat Rhön steht auch ein Stück weit im Zusammenhang mit dem Haus der Schwarzen Berge.

"Aber (...) es sind immer die Menschen, die Akteure, die es mit Leben erfüllen", so Thomas Bold. Dies wurde von der Schwarze Berge Management GbR sowohl während der Woche als auch an Sonntagen oder an Feiertagen durchgängig all die Jahre gewährleistet. "Die Trends in Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung gehen eindeutig zu einem integrierten, umfassenden Regionalmarketing. Produkt- und Tourismusmarketing in einer Region sind hierbei zu bündeln und jeweils eng mit einem hohen Qualitätsniveau zu verbinden. Dieses hat die Arbeitsgemeinschaft Rhön meines Erachtens sehr früh erkannt und durch die gemeinsame Einführung des Qualitätssiegels Rhön etabliert." Und weiter: "Heute haben wir Tourismus und Dachmarke Rhön in einer länderübergreifenden Organisation, der Rhön GmbH gebündelt. So war es konsequent und richtig, dass der Sitz der neuen Gesellschaft hier im Hause angesiedelt ist."