Spektakuläres tagsüber wird für den 10. Juni erwartet, heißt es in einer Pressemitteilung des Sternenparks im Biosphärenreservat Rhön: Eisbären, Robben, Vögel und die Menschen im arktischen Bereich des 80. Breitengrades dürfen erleben, wie Sonne und Mond sich optisch zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis vereinigen. Der Mond, in gerader Linie zwischen Erde und Sonne, wird die Erde beschatten. Da er aber seine erdfernste Position einnimmt, kann er die Sonne nicht ganz bedecken - und so wird sich um 12.42 Uhr für knapp vier Minuten am Himmel eine schwarze Kreisscheibe zeigen, umgeben von einem gleißend hellen Feuerring. Von all dem lässt sich in Deutschland um circa 12.30 Uhr nur eine dunkle Scharte am oberen Sonnenrand erkennen, als ob dort etwas ausgebrochen wäre. Doch Vorsicht - nie mit bloßem Auge zur Sonne blicken. Astronomen haben Spezialteleskope dafür, und ansonsten können lichtdichte, sogenannte SoFi-Brillen helfen. Zwei Wochen später (24. Juni, Johannistag) ist Vollmond.

Vereinzelte Sternschnuppen

Zum Besuch unserer Planetengeschwister müssen wir entweder vor 23 Uhr nach Nordwesten schauen, wo nacheinander Venus und Mars untergehen, oder ab Mitternacht nach Südosten, wo Saturn und Jupiter ihren Himmelsweg beginnen. Wer noch länger ausharrt, könnte den ganzen Monat über vor allem von Süden her vereinzelte Sternschnuppen entdecken.

Das Sommerdreieck

Im Fixsternhimmel wölbt sich die Milchstraße über den Osthorizont. In ihrer Mitte strahlen die Sterne des sogenannten Sommerdreiecks: Deneb, Wega und Atair. Der hellste Lichtpunkt in Zenitnähe ist Arktur (Sternbild Bootes). Bootes (griechisch Rinderhirt, Ochsentreiber) war in Arabien der Hirte aller "Sternenschafe" ringsumher. Östlich von Bootes zeigt das Sternbild Herkules im Fernglas den wunderschönen Kugelsternhaufen M13. Im Norden wacht der Drache, im Westen der Löwe, im Süden der Skorpion, und das Ganze dreht sich mit majestätischer Würde um den Polarstern. Wer es einmal in kristallklarer Nacht erlebt hat, wird es kaum je vergessen, heißt es abschließend in der Mitteilung.