Im Herbst beschäftigte sich die Klasse 6b der Mittelschule Bad Brückenau mit einem neuen Unterrichtsprojekt. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Christina Dragun beschlossen die Schülerinnen und Schüler etwas für den Umweltschutz zu tun und starteten eine Aktion, um den heimischen Wald aktiv zu schützen.

Für einen Vormittag trafen sie sich mit der Diplom-Forstingenieurin Birgit Badde von der Forstverwaltung Rupboden und dem Forstwirt Martin Hahn-Enders aus der Gemeinde Oberleichtersbach am Buchrasen.

Dem jetzigen Industriegebiet musste vor einigen Jahren der Wald weichen, wodurch die angrenzenden Waldbäume freigestellt wurden. Die Schülerinnen und Schüler bekamen einen Blick für den Nutzen des Waldes und die Ursachen verschiedener Waldschäden.

Hundehaar schützt

Wind und Schädlinge haben für Freiflächen gesorgt, weil die Fichten gefallen oder abgestorben sind. Hier wurden im Frühjahr ein neuer Waldrand und junge Eichen gepflanzt. Dass diese Pflanzen mit Hundehaaren vor dem Wildverbiss geschützt werden können, beeindruckte die Schülerinnen und Schüler am meisten.

Auf der Fläche der Gemeinde Oberleichtersbach wurden unter Anleitung von Hahn-Enders junge Buchen und Tannen gepflanzt. Gemeinsam leistete die Klasse 6 b so einen Beitrag zu einem stabilen Wald der Zukunft.

Kinder sammeln Müll

Im Anschluss machten es sich einige Kinder noch zur Aufgabe, den von Spaziergängern unachtsam liegengelassenen Müll aufzusammeln.

Nach getaner Arbeit war es nun an der Zeit miteinander im Wald zu spielen und bewusst zu erleben, was es dort alles zu entdecken gibt. Am Ende entstand somit ein "Waldsofa", das von allen gemeinsam gebaut wurde.

Da die Aktion bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen wurde und es wichtig ist, das Bewusstsein für den Schutz der Umwelt bei Kindern zu stärken, wird nun in der Zukunft dieser aktive Waldtag jedes Schuljahr in der sechsten Jahrgangsstufe angeboten, teilt Klassenleiterin Christina Dragun in einer Pressemitteilung mit.