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Bad Brückenau
Unterhaltung

Er lässt die Puppen in Bad Brückenau tanzen

Thomas Glasmeyer erzählt in der Galerie Form und Farbe von 1001 Nacht
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Der Puppenspieler Thomas Glasmeyer tritt in Bad Brückenau auf. Foto: Martin Stumpf
Der Puppenspieler Thomas Glasmeyer tritt in Bad Brückenau auf. Foto: Martin Stumpf

Der Kulturbetrieb in Coronazeiten ist von viel Unsicherheit und immer wieder neu zu überdenkender Organisation geprägt. Auch der Verein Kunsthaus Bad Brückenau musste sein Programm mehrmals ändern. Viele Events mussten verschoben werden oder ganz ausfallen. Die Veranstalter freuen sich daher besonders, dass der Puppenspieler Thomas Glasmeyer zugesagt hat, sein Figurentheater in der Galerie Form und Farbe - angepasst an die Corona-Bedingungen - nun doch stattfinden zu lassen.

Thomas Glasmeyer, geboren 1956 in Bochum, hat schon vor seinem Jurastudium in Würzburg Puppentheater "gemacht". Dabei meint "machen" nicht nur das Spielen mit den Puppen, das Beleuchten, Geräusche machen und Sprechenlassen, sondern auch das Bauen der Puppen aus Holz, Pappmaschee und Stoff. Seit 1990 ist er als freischaffender Puppenbauer und -spieler tätig, gibt VHS-Kurse und leitet Workshops für Kinder und Erwachsene. Er baut sein Repertoire ständig weiter aus und hat mittlerweile auch in Bad Brückenau eine große Fangemeinde. Zum achten Mal wird er nun in der Galerie Form und Farbe mit seinem Figurentheater für Erwachsene auftreten.

Aufgrund der besonderen Umstände wird nicht das angekündigte Stück "Beggar's Opera" zu sehen sein, sondern die "Liebes- und Schelmengeschichten aus 1001 Nacht".

Shehrijar und Shahzaman, zwei erfolgsverwöhnte junge Könige aus Indien und Samarkand, finden heraus, dass ihre Frauen sie betrügen. Gekränkt beschließen sie, ihrer irdischen Macht zu entsagen- zumindest so lange, bis sie einen "noch Unglücklicheren" treffen. Ob der Arglist der Weiber findet dieser sich schnell in Gestalt eines finsteren Wassergeistes und trotteligen Dämons. Zurück im irdischen Leben beschließt Shehrijar, fortan jede Nacht eine neue Braut zu nehmen und diese am nächsten Morgen enthaupten zu lassen.

Nach drei Jahren trifft er auf Shahrasad (Scheherazade), die Tochter des Wesirs am Hof des Königs. Ihr gelingt es, ihn mit ihren kunstvoll verwobenen Geschichten zu fesseln, in denen sie von Bettlern und Königen, von Kaufleuten und Dämonen, treuen und untreuen Liebenden erzählt. Am Ende der Nacht kommt sie jeweils an eine so spannende Stelle, dass der König unbedingt wissen will, wie es weitergeht und sie deshalb nicht hinrichten lässt, 1001 Nächte lang - und sie schließlich begnadigt.

Wegen der durch die Abstandsregeln begrenzten Zahl von 30 Plätzen gibt es diesmal zwei Aufführungen: am Samstag, 11. Juli, 19.30 Uhr und am Sonntag, 12. Juli, 17 Uhr.

Die Bewirtung ist gewährleistet und ist nur in der etwa halbstündigen Pause möglich, die auch zum Durchlüften des Galerieraumes genutzt wird. Karten zum Einheitspreis von 15 € können zur Steuerung der Besucherzahl nur im Vorverkauf online bei hd-unger@t-online.de erworben werden. Anmeldeschluss ist der 5. Juli.

Zusätzlich in das Programm der Galerie aufgenommen wurden zwei weitere Veranstaltungen: Maria Unger bietet am Sonntag, 9. und 26. Juli jeweils um 11 Uhr unter dem Titel " Anti-Corona-Unterhaltung: Sommergedichte I und II" ein Treffen für Interessierte in der Galerie an. Einladung an die Mitglieder des Kunsthaus e.V. hierzu erfolgt per Mail.