"Das vergangene Jahr war für uns alle außergewöhnlich in dieser nie da gewesenen Situation, die nahezu alle Aspekte unseres Lebens in massiver Weise gestört und uns allen viel abverlangt hat." Aufgrund der außerordentlichen Lage, durch die Corona-Pandemie und der derzeit bestehenden Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums, könne der alljährliche Dankgottesdienst der Wald- und Forstleute anlässlich des Heiligen Sebastianstags (20. Januar) auf dem Kreuzberg 2021 nicht durchgeführt werden. Man sei leider gezwungen, diesen abzusagen, schreibt der langjährige Organisator Gotthard Schwender (Gräfendorf).

Hoffnung und logische Konsequenz

Die Gesundheit jedes einzelnen, der Gäste und der Mitwirkenden, stünden an erster Stelle.

Natürlich hatte man Hoffnung, dass sich alles bessere, und der Sebastianstag stattfinden könne, allerdings war auch bereits seit längerem klar, dass durch die immer steigenden Zahlen von Corona-Infizierten mit einer solchen Entscheidung zu rechnen war und dadurch diese Absage die logische Konsequenz ist.

In Absprache mit Bruder Korbinian Klinger vom Kloster Kreuzberg wird in der Kalenderwoche 3 dieses Jahres (18. bis 24. Januar) die Danksagungskerze des Sebastianstages in der Klosterkirche entzündet und dort für diese Woche belassen.

Seit 51 Jahren gibt es den Sebastianstag. Seit dieser Zeit gedenken die Waldarbeiter und Forstleute ihres Schutzpatrons, lassen nach alter Väter Sitte Säge, Axt und Beil ruhen, um für ein weiteres, unfallfreies Jahr zu danken und Gott um Schutz und Segen für das neue zu bitten. Seit 14 Jahren organisiert Gotthard Schwender den Sebastianstag, der ursprünglich vom mittlerweile verstorbenen Unterweißenbrunner Anton Räder initiiert wurde. Er war es auch, der Spenden für die Sebastiansfigur sammelte, die in den vergangenen Jahren zum Sebastiansgottesdienst vor den Ambo gestellt wurde. Doch 2021 ist alles anders. Kein Gottesdienst und keine Menschen in der Kirche. Aber der Dank bleibe, und die Kerze erstrahle auch heuer wieder hell.