Der Weg führte weiter zum Obsthof Müller, den der Altbürgermeister und Ehrenbürger Oberleichtersbachs aufgebaut und betrieben hat. Beim Treffen im Januar hatte er noch selbst zur Betriebsbesichtigung eingeladen.
Sein Sohn Jochen führt nun den Betreib weiter. Er erläuterte den Strukturwandel von der Rhöner Landwirtschaft mit fünf Kühen und drei Schweinen über den Schweinezuchtbetrieb mit über 100 Muttersauen hin zum Obsthof. Besonders hob er dabei die gute Zusammenarbeit mit den Modloser Bauern hervor, die durch eine Landtauschaktion erst die Expansion des Betriebes ermöglichten.


Nicht ohne Rückschläge

Der Obsthof ist eigentlich dem Erdbeerhunger seines Vaters zu verdanken, der es nicht hinnehmen wollte, dass er als kleiner Bub nur immer ein paar Erdbeeren essen durfte. So bepflanzte er, nachdem er Betriebsinhaber war, den ersten Acker mit seinen Lieblingfrüchten, wobei Rückschläge nicht ausblieben. Gab es doch in der Rhön keine Erfahrung mit professionellem Obstanbau. Heute produziert der Obsthof Müller neben den schon genannten Früchten Stein- und Beerenobst. Fragen zum Mindestlohn wurden ebenso diskutiert wie die oft für die Produzenten problematische Preisgestaltung der fünf größten Einzelhandelskonzerne Deutschlands.