Schon seit Mitte Juni werden immer wieder meist ältere Menschen mit Forderungen einer Internetfirma, die in erster Linie Hörbücher vertreibt, konfrontiert. Die Masche ist immer die gleiche: Ein Unbekannter spioniert die Daten von reellen Personen aus, meldet sich mit dieser Legende als Kunde an und bezieht Leistungen und Waren bei der Internetfirma. Die Rechnung geht dann an die Person, von der die Daten ausspioniert wurden.


12 Fälle in zwei Monaten

Am Mittwochmittag meldete sich jetzt eine 82jährige Rentnerin bei der Polizei, die auf diese Art betrogen wurde. Allein die Bad Brückenauer Polizei hat in den letzten zwei Monaten schon 12 derartige Fälle aufnehmen müssen. Die geforderten Beträge sind zwar sehr niedrig, in der Regel zwischen zehn und 20 Euro. Reagiert der Betroffene jedoch nicht, geht die Forderung in den Mahnkreislauf. Dann summieren sich die Beträge gleich auf ein Vielfaches der ursprünglichen Forderung.


Ignorieren Sie die Rechnungen nicht

Die Polizei rät beim Erhalt einer Forderung für eine Leistung oder Ware bekommen, die nicht bestellt oder abgerufen wurde, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Auf jeden Fall muss aber zusätzlich der Rechnungssteller kontaktiert werden, damit nicht automatisch eine Mahnung erfolgt. Überhaupt nicht reagieren ist der falsche Weg!