DieVertreter der acht Kommunen (Bad Brückenau Geroda, Motten, Oberleichtersbach, Riedenberg, Schondra, Wildflecken und Zeitlofs) der ILE-Brückenauer Rhönallianz wenden sich an Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter landwirtschaftlicher Betriebe aus dem Allianzgebiet. Die Idee ist, ein gemeinsames Imageprojekt zur Stärkung der Biodiversifizierung und der Förderung von Artenvielfalt und des Insektenschutzes zu starten, wie es in einer Pressemeldung der Rhönallianz heißt.

In Anlehnung an das vom Bayerischen Bauernverband (BBV) beworbenen Projekt "Blühende Rahmen" sollen Landwirte aus der Region gewonnen werden, zusätzliche Blühstreifen an den Ackerrändern anzulegen.

Gerade im Umfeld von Maisanbau sei mit dieser Blühstreifenaktion die Möglichkeit gegeben, diese manchmal kritisch gesehenen Anpflanzungen aufzuwerten, heißt es von der Rhönallianz. Natürlich bestehe auch die Möglichkeit, einen Blühstreifen an jeder anderen Sommerung anzulegen.

Die Lenkungsgruppe der ILE-Brückenauer Rhönallianz hat beschlossen, das Saatgut für

einjährige Blühstreifen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Diese sollen ausschließlich heimisches Saatgut beinhalten. Im Gegenzug stellen die Landwirte die Flächen zur Verfügung und säen aus.

Um die Aktion für mehr Biodiversität für die Bürger sichtbar zu machen, stellt die Rhönallianz Infotafeln zur Verfügung. Landwirte leisten in der überwiegenden Mehrheit eine gute fachliche Arbeit in und mit der Natur und sichern so die Ernährung von uns allen, heißt es von der Brückenauer Rhönallianz. Dass Belange des aktiven Umweltschutzes sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Kommunen eine wesentliche Rolle spielen, werde so gezeigt.

Die Laufzeit des Programms ist zunächst auf zwei Jahre festgesetzt. Der Flächenanteil der Blühstreifen darf 20 Prozent des Feldstücks nicht überschreiten. Für fachliche Rückfragen steht Volker Roth zur Verfügung: agrarroth@freenet.de.

Der Weg zu lebendigen Ackerrändern

1. Landwirtschaftliche Betriebe melden bis zum Ende Januar per Mail an: info(@)brueckenauer-rhoenallianz.de ihren Bedarf an einjährigem Saatgut, insektenfreundlich mit heimischen Pflanzen, bei der ILE-Brückenauer Rhönallianz an. Pro Betrieb maximal für 0,5 Hektar. Das entspricht etwa fünf bis sieben Kilogramm. Begrenzt ist dieses Programm auf insgesamt 15 Betriebe.

2. Das Saatgut wird für die ersten 15 Anmeldungen von der Rhönallianz bereitgestellt.

3. Der Landwirt oder die Landwirtin stellt geeignete Randstreifen (drei bis sechs Meter Fläche) zu Verfügung und übernimmt die Aussaat. Diese wird zum Beispiel über Handyfotos dokumentiert und mit Angabe der Lage der Fläche an die Rhönallianz gemeldet.

4. Die Rhönallianz stellt Infotafeln für die Aktion zur Verfügung, die von den Betrieben vor Ort gut sichtbar aufgestellt werden.

5. Weitere Bedingungen, zum Beispiel in Bezug auf die Folgekultur, gibt es nicht. Die Flächen sollten möglichst spät umgebrochen werden, um den Schutzraum lange aufrecht zu erhalten.