"Das lebhafte Treiben und Schaffen hörte auf, ein Webstuhl nach dem andern verstummte, in den Wohnungen, in welchen ehedem Munterkeit und Frohsinn herrschten, zog Wehklagen und Schluchzen ein. Familien, die in behaglichem Wohlstand gelebt hatten, sahen dem Hunger in das unheimliche Antlitz und trugen die Doppellast verschämter Armut."

"Männer, die noch wenige Jahre zuvor auf den Messen Mitteldeutschlands gute Geschäfte gemacht hatten, zogen nun in stillem Gram mit der Holzaxt zum Walde, um sich einen Taglohn zu verdienen. Andere suchten auswärts ihr Brot, wieder andere erwarteten von der Auswanderung nach Amerika eine günstige Wendung ihres Schicksals. Die Handwerksgeräte, denen einst so viele Unterhalt und Zufriedenheit verdankt hatten, wanderten zuletzt in die Öfen. Auch die sämtlichen anderen Geschäfte, die eng mit der Tuchmacherei verbunden waren, mussten eines nach dem andern unabwendbar zu Grunde gehen", berichtet Schumm.