Niedergang des Gewerbes

Es wurde zwar versucht, die Wirtschaft zu beleben, um die Zustände in der Rhön zu verbessern. Es gab sogar einen vorübergehenden Aufschwung, als Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal zur Herstellung seiner Kleidung Bischofsheimer Tuch verwenden ließ. Jedoch war der Erfolg nicht von langer Dauer.

Mit der Angliederung Frankens an Bayern anno 1814 hoffte man in Bischofsheim weiter auf die Belieferung des königlich-bayerischen Militärs. Eine Hoffnung, die sich zerschlagen sollte. Die Absatzmärkte schrumpften, alle Rettungsversuche scheiterten. Das Handelsministerium lehnte jegliche Unterstützung ab und gab sogar den Tuchmachern die Schuld, weil sie eine Anpassung an die modernen Verhältnisse verpasst hätten.

Zeitzeuge Anton Schumm schilderte die Entwicklung im 19. Jahrhundert.