1594 entstand zudem eine Färberei am Mühlwasser in Bischofsheim. Jeder Tuchmacher in Bischofsheim besaß einen Anteil an dem Färberhaus im Wert von 15 Gulden, der an die nächste Generation weiter vererbt wurde.

Ungemach kam durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) über Bischofsheim. Anton Schumm mutmaßt 1875 in seinem Buch "Geschichte der Stadt Bischofsheim vor der Rhön", dass die Stadt damals untergegangen wäre, wenn nicht die Tuchmanufaktur das Elend überdauert und einigen Menschen Unterhalt gewährt hätte.

Aufschwung nach dem Krieg

Nach dem Dreißigjährigen Krieg war der Wohlstand der Bischofsheimer vernichtet, doch sie ließen sich nicht unterkriegen. Die Tuchmanufaktur wurde wieder aufgenommen. Die Zahl der Tuchmachermeister stieg im Jahre 1663 auf 88 an.