Anstelle der Rotbuche am Kursaal hat die Kurgärtnerei übrigens schon vor zwölf Jahren Säuleneichen gepflanzt. Jeweils sieben stehen längs des Gebäudes und sind schon zwischen acht und neun Meter hoch, berichtet Hildmann. "König Ludwig hatte viele Säulenpappeln gepflanzt", sagt er. Doch Pappeln haben nicht so eine lange Lebensdauer, daher habe er sich für Eichen entschieden. Die säulenartige Form der Bäume unterstreiche zudem den klassizistischen Charakter des Kursaals.

Digitales Baumkataster

Für alle Bäume im Schlosspark hat die Kurgärtnerei ein digitales Baumkataster eingeführt. Zwei Kollegen seien für die regelmäßige Kontrolle der Bäume ausgebildet worden, erzählt Hildmann. Nächstes Projekt: Die Eichenblättrige Hainbuche, die zwischen Spielplatz und Minigolfanlage steht, bekommt eine Kronensicherung. Dabei werden Schlaufen und starke Seile um die Äste gelegt, damit der Baum im Falle eines Sturms nicht auseinanderbricht.

Die Arbeiten dafür laufen laut Hildmann in diesen Tagen an. Da dieser Baum eine botanische Besonderheit ist - an einem Ast wachsen gewöhnliche Buchenblätter genauso wie eichenblattförmige Blätter -, wird er von den Gärtnern in heißen Tagen schon einmal gewässert. Insgesamt ist Hildmann mit dem Schlosspark zufrieden. "Wir haben einen schönen und durchmischten Baumbestand", sagt er.