Gleich zwei Winke mit dem Zaunpfahl in Richtung Lokalpolitik zogen die Aufmerksamkeit beim diesjährigen Faschingszug auf sich. Das traditionelle Dörflinger-Gefährt titelte: "Unüberlegt und auf die Schnelle - am Denkmal eine Haltestelle". Der Kegelverein nutzte die Chance, um Spenden zu sammeln: Die Stadtwerke haben dem Verein die Kegelbahn nämlich zum Ende des Jahres ge kündigt. Das entsprechende Spendenkonto erreicht die Um zugsbesucher via Faltblatt.

Narren verkleiden sich wasserdicht

Moderator Dirk Stumpe alias Karl Lagerfeld präsentierte mehr als 27 Wagen und Fußgruppen. Etliche Narren hatten sich wasserdicht eingepackt - allein, es brauchte es gar nicht. Am Ende blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken. Durstig musste niemand nach Hause gehen: Die Bewirtung stemmte der Skiclub Unterleichtersbach. Ein Ausschank-Zelt und eine Unterstand, den es wegen des ausbleibenden Regens doch nicht brauchte, waren auf dem Marktplatz aufgebaut.

Polizei: Keine Vorfälle am Nachmittag

"Das war der friedlichste Faschingszug, seitdem ich hier bin", zog Polizei-Chef Herbert Markert Bilanz (Stand 16.40 Uhr). 15 Beamte, darunter drei Polizeischülerinnen, und eine Vertreterin des Jugendamtes waren im Einsatz. Dass es etwas weniger Teilnehmer als in den Vorjahren waren, blieb bei den Zuschauern nicht unbemerkt. Markert schätzt die Teilnahme dennoch auf zwischen 1500 und 2000 Besucher ein.