"Eine solche Aktion hatten wir schon lange geplant. Das Fest zur Fertigstellung der Ortsdurchfahrt war ein guter Anlass, einmal Danke zu sagen. Die Flüchtlinge haben darauf gedrängt, für die Mottener zu kochen und so zu einem gelungenen Fest auf dem Dorfplatz beizutragen", berichtet Thomas Koscielny. Er betreut die Flüchtlinge in Motten. 18 von ihnen kommen aus Syrien, sieben aus Mazedonien und fünf aus dem Kosovo. Die ersten kamen Mitte Juni. Weil es in ihrem Heim eine große Küche gibt, konnten sie problemlos die Mengen zubereiten, die bei dem Fest gebraucht wurden.


Google-Translator

"Wir haben erst einmal alle Speisen zur Probe gekocht, damit wir wirklich Speisen anbieten können, die dem deutschen Gaumen schmecken. Syrische Speisen können sehr sauer sein", erklärt Koscielny. Bei der Zubereitung der Speisen verständigten sich der Betreuer und seine Schützlinge auf Deutsch, Englisch und - wenn es um Spezialbegriffe ging - mit dem Google-Translator auf dem Smartphone. Die meisten Zutaten für die Spezialitäten besorgte der Betreuer in türkischen Geschäften in Fulda.

Rosenwasser kam aus einer Apotheke. Bei dem Fest wurden die Spezialitäten an einem eigenen Stand angeboten - und verschenkt. Wer zufrieden war, konnte eine Spende geben. Das machten viele. "Die Idee ist bei den Mottenern sehr gut angekommen", betont Bürgermeister Jochen Vogel (CSU). Die Verköstigung sei erst Freitagmittag definitiv vereinbart worden und schnell realisiert worden. "Es war ein gelungener Anfang für das Aufeinanderzugehen. Auf beiden Seiten - Flüchtlinge und Einheimische - habe ich viel Lob gehört", berichtet er.


Helfer gesucht


In Motten leben 30 Flüchtlinge. Thomas Koscielny betreut sie und wohnt mit ihnen im Haus. Er plant, einen Helferkreis aufzubauen. Helfer sollen etwa beim Einkauf, beim Arztbesuch oder beim Knüpfen von Kontakt zu Vereinen helfen. Das erste Treffen findet am Mittwoch, 9. September, 18 Uhr, in dem Heim in der Lindenstraße 8 in Motten statt. Mehr Infos bei Thomas Koscielny, Tel.: 0176/ 823 715 68.