Die Klasse 4 der Grundschule Zeitlofs verlegte am Donnerstag ihren Unterricht ins Freie: 23 Schülerinnen und Schüler wurden selbst zu Forschenden und untersuchten die Sinn auf Mikro- und Makroplastik. Dafür nahmen sie Wasserproben, suchten nach dem kleinsten Müll am Ufer und ließen ein eigens für die Aktion bestelltes Mikroplastiknetz in den Bach, heißt es in einer Pressemitteilung von Plastic Pirates.

"Wir haben etwas Gutes getan und zum Glück nicht so viel Müll gefunden", sagt die zehnjährige Lara. "Mir hat es Spaß gemacht, weil meine Gruppe ein riesiges Netz gefunden hat", erklärt die gleichaltrige Moni. "Auch der Regen von oben hat mir nichts ausgemacht!"

Mit Kopf, Herz und Hand

Die Exkursion wurde im Rahmen von "Plastic Pirates - Go Europe!" durchgeführt, der länderübergreifenden Citizen-Science-Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien Deutschlands, Portugals und Sloweniens.

"Durch eigenes Handeln werden die Schülerinnen und Schüler an den Umweltschutz herangeführt", sagt Andrea Heinle, die Klassenlehrerin der 4. Klasse ist. "Lernen erfolgt auch im digitalen Zeitalter immer noch mit Kopf, Herz und Hand. Dieses Projekt schließt alle Unterrichtsfächer der Grundschule mit ein und stärkt das genaue Hinschauen im Umgang mit Plastik", so Heinle.

Die gesammelten Daten reichen die Schülerinnen und Schüler online ein. Diese werden von Forschenden der Kieler Forschungswerkstatt weiter ausgewertet. Die Ergebnisse sind dann auf einer Online-Karte unter plastic-pirates.eu sichtbar.

Weitere Informationen: www.plastic-pirates.eu .