"Ihr seid die Meister und Meisterinnen der Flexibilität", mit diesen Worten begann die Abschlussfeier der neunten Klassen: Rektor Michael Heyne spielte damit auf das turbulente Schuljahr 2020/21 an. Durch die verschiedenen, neuen Unterrichtsformen, wie Wechsel- und Distanzunterricht, ständig neuen Stundenplänen und Vorgaben wurden die Schülerinnen und Schüler sehr gefordert. Somit war die erbrachte Leistung der 65 Teilnehmer umso höher zu werten. 53 Schüler haben den qualifizierten Mittelschulabschluss bestanden; dazu gratulierte Rektor Heyne ihnen herzlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Mittelschule.

Der 3. Bürgermeister, Dieter Seban, gab den Abschlussschülern auf ihrem Lebensweg den Ratschlag mit, dass sie nun ihre eigenen Entscheidungen treffen können und dies gut machen sollen. Drei "Tipps" des Heiligen Ignatius gab Elternbeiratsvorsitzender Horst Conze den Entlassschülern mit auf den Weg: 1. Es ist besser sich falsch zu entscheiden als gar nicht, 2. überlegen, welche Vor- bzw. Nachteile einem die Entscheidungen bringen, und 3. auf sein Herz bzw. Bauchgefühl hören.

"Notfall-Set" für Lehrer

Durch Einlagen der neu gegründeten Lehrerband wurde das Programm aufgelockert.

Julien Priest, Klassensprecher der Klasse 9c, bedankte sich im Namen aller Neuntklässler bei den Lehrern für die Unterstützung ihrer mindestens neunjährigen Schullaufbahn und enthüllte die Vorteile des Homeschoolings. Jeder Lehrer bekam als Dank ein "Notfall-Set" und eine Blume überreicht.

Die Klassenlehrerin der 9b, Vanessa Krampert, verdeutlichte noch einmal, dass das ungewöhnliche Schuljahr die Schüler wenigstens auf das "richtige" Leben vorbereitet habe, und sie durch einen "Personalwechsel" in jedem Schuljahr in der Zukunft flexibel auf fremde Situationen reagieren können.

Dominik Schlotter, Klassenlehrer der 9c, hatte das Glück, seine Schüler drei Jahre lang begleiten zu dürfen und dankte ihnen unter anderem für die vielen schönen Momente des gemeinsamen Lachens und der gemeinsamen Diskussionen.

Auch der Klassenlehrer der Klasse 9aM, Sebastian Birner, verabschiedete an diesem Abend vier Schüler, die sich dazu entschieden hatten, in das Berufsleben einzusteigen. Er zitierte André Gide: "Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge, zu lehren, wie man ohne ihn auskomme." Die Klassenbesten der Abschlussschüler waren Julien Priest, Lisa Wairich und Margareta Gazenko.

"Ihr habt's verdient"

Die zehnten Klassen wurden mit den Worten "Respekt vor der Leistung" von ihrem Rektor verabschiedet. Alle 41 Schüler haben sich der Prüfung gestellt und die mittlere Reife erlangt.

Dazu gratulierte auch der 2. Bürgermeister Jürgen Pfister. Er gab den Absolventen den Rat mit auf den Weg, die Schule des Lebens so zu meistern, wie sie ihre Schulzeit gemeistert haben.

Die Klassenlehrer der beiden Abschlussklassen, Dagmar Hüfner und Harald Sommer, blickten mit Wehmut auf die gemeinsame Zeit zurück, da es Schüler waren, die sich jeder Lehrer wünscht. Hüfner begleitete ihre Klasse drei Jahre lang. Durch die Generalsanierung der Mittelschule wurden sie mehrfach aus dem Gebäude ausquartiert. Sommer verabschiedete die Schüler mit den Worten "ihr habt's verdient" und lobte die gute Atmosphäre untereinander, heißt es weiter in der Pressemeldung.

Emily Klawitter und Sophia Schäfer, die Schülersprecherinnen, dankten ihren Lehrern in einer kurzen Rede für die Unterstützung und überreichten Abschiedsgeschenke. Die Verabschiedung wurde durch musikalische Untermalung von Emma McKnight-Barrett und Emily Klawitter bereichert.

Jahrgangsbeste geehrt

Abschließend wurden die Jahrgangsbesten geehrt: Mit exakt dem gleichen Schnitt von 1,79 wurden Sofia Schäfer, Tamara Brand und Jonathan Ullrich aus der Klasse 10a beglückwünscht. Ebenfalls mit exakt dem gleichen Schnitt von 1,89 wurden Moritz Ritter, Antonia Weigand und Ariana Ginju aus der Klasse 10b geehrt. Bei beiden Veranstaltungen wurden die aktuellen Coronaauflagen eingehalten. Einige Teilnehmer wurden vorher getestet.