Der neue Eigentümer wird die ehemalige Klinik als Hotel betreiben. Wie Geschäftsführer Holger Pentzke betonte, soll das Hotel im März kommenden Jahres seine Pforten öffnen.

Pentzke ist zugleich Geschäftsführer der Cup Touristik GmbH mit Sitz in Bremen. Diese Gesellschaft ist seit 30 Jahren als Reiseveranstalter auf dem Markt und verfügt laut Pentzke über einen Stamm von einer Viertelmillion Kunden. "Unsere Kenntnisse vom Markt werden in dieses Objekt einfließen," sagt der Geschäftsführer mit Blick auf das Haus in Bad Kissingen.

Die von Cup Touristik generierten Reisen werden in Zusammenarbeit mit vielen Busunternehmen bundesweit angeboten. Unter anderem generiert die GmbH auch Leserreisen für Printmedien. Mit zu den Zielen zählen Kurorte, unter anderem im tschechischen Bäderdreieck.

Gäste aus Deutschland


Die Gäste kommen aus Deutschland. Angeboten werden keine Tagestouren sondern Aufenthalte mit sieben, neun oder 14 Übernachtungen. Auch reine Wochenend-Touren sind laut Pentzke uninteressant, "da haben die Geschäfte zu." Für die Teilnehmer werden spezielle Programme entwickelt. Unter anderem deshalb will der neue Hotelbetreiber sehr eng mit Stadt und Staatsbad GmbH zusammenarbeiten.

Immer wieder ist es es dem Bremer Touristik-Unternehmen passiert, dass Häuser, mit denen Cup Touristik zusammengearbeitet hat, nicht mehr den hohen Ansprüchen genügten oder geschlossen wurden. So jüngst in Bad Soden. Aber Cup Touristik hat auch Gäste in die Bad Kissinger Medis Vitalis Klinik geschickt, bis die Mitteilung kam, dass dieses Haus ebenfalls schließt.

Eigentümer und Betreiber


Da die Gäste von der Medis Vitalis Klinik begeistert waren, reifte die Entscheidung, sich dieses Haus einmal anzusehen, sagt Holger Pentzke. Die Konsequenzen waren die Gründung der Cup Vitalis Hotel- und Betriebsgesellschaft und der Kauf der Bad Kissinger Immobilie. "Die neue Gesellschaft wird sowohl Eigentümer als auch Betreiber sein, " betont der Geschäftsführer. Und weiter: "Bisher haben wir nur andere Hotels bedient. Das ist mit diesem Haus beendet."

Geführt wird das ehemalige Wissell nicht mehr als Klinik, sondern als Hotel mit Kur- und Wellness-Abteilung. Zuvor wird jedoch in das Gebäude investiert. So werden laut Pentzke Zimmer und Bäder renoviert, während das Haus von außen gesehen seine Optik behalten wird.

50 zusätzliche Arbeitsplätze


Ein technischer Leiter für das künftige Hotel wurde bereits eingestellt, ab September wird ein Direktor im Haus sein. Holger Pentzke rechnet mit 50 Arbeitsplätzen, die hier geschaffen werden. Zuvor wird mit der Direktion das genaue Konzept des Hotels erarbeitet werden.

In der Werbung wird die Cup Touristik GmbH neben dem neuen Hotel das Staatsbad Bad Kissingen in den Vordergrund stellen, betont der Geschäftsführer. Denn auch der Ort, in dem das Hotel steht, müsse positiv verkauft werden. Was nicht schwer fallen dürfte, denn laut Holger Pentzke gibt es in Deutschland nur wenige vergleichbar schöne Kurorte.

"Wir schaffen etwas, das die Gäste zufrieden stellen wird," sagt Pentzke abschließend, der sich durchaus auch eine Zusammenarbeit mit anderen Bad Kissinger Häusern vorstellen kann