Vorsitzender Arnulf Hausdörfer begrüßte als Referenten Dieter Büttner, den Kreisfachberater für Gartenbau beim Landratsamt. "Abgesehen davon, dass Kies- oder Steingärten derzeit im Trend liegen, ist die Verwendung von Kies und Schotter im Garten nichts Neues", sagte Dieter Büttner und verwies, auch durch zahlreiche Lichtbilder unterstützt, auf chinesische und japanische Vorbilder.
In der modernen Gartenarchitektur würden in streng formaler Gestaltung Kies- und Schotterflächen oft als ruhiger Kontrast zur Pflanzung eingesetzt. Allerdings müsste ihre Anlage zur Gesamtkonzeption des Gartens passen.
"Kiesgärten können Urlaubsgefühle wecken. Sie bringen Exotik in den Garten", so beschrieb der Gartenfachberater eine Motivation von Gartenbesitzern. Ein weiteres Ziel könne es sein, den Pflegeaufwand zu senken. Bewässerung und Düngung könnten stark reduziert werden. Viele Tipps erhielten die Anwesenden über das Gestaltungselement Stein. Bei der Auswahl sollte man willkürliche Materialwechsel und verschiedene Korngrößen vermeiden, riet Büttner. In größeren Beeten könnten Findlinge eingebracht werden, die möglichst aus dem gleichen Material sein sollten, wie die anderen sichtbaren Steine.
Bei der Auswahl der Pflanzen für bestimmte Standorte komme es darauf an, entweder einen umfangreichen Pflanzenkatalog mit seinen diversen Standorthinweisen lesen zu können oder sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Mit einer Fülle von Gestaltungs- und Pflanzbeispielen dürfte Dieter Büttner den Kies- und Schottergärten neue Freunde zugeführt haben. Er verwies auf die öffentlich zugängliche Ausstellung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, wo - nach Anmeldung - auch Führungen angeboten werden. ksta