Ein voller Erfolg war das erste Konzert der Formation Saxotones, das sind sieben Saxophonistinnen aus Geroda und Platz. Das Gemeindehaus in Geroda platzte aus allen Nähten, die Stühle reichten für die über 100 Zuhörer und Zuhörerinnen bei Weitem nicht aus. "Wir haben gar nicht gedacht, dass so viele in diesen Raum passen", wundern sich die Musikerinnen. Mollig warm war es dann, im Gegensatz zur Kälte draußen.
Es war kurz vor 19 Uhr, die Spannung stieg. Mit "Sinfonia" von J.C. Bach begannen die sieben Damen das Konzert, es folgte "Swing Low, Sweet Chariot". "Wir sind froh, dass uns Carlo Hilsdorf musikalisch unterstützt", sagen die Musikerinnen, die sich erst vor gut einem halben Jahr formiert haben und noch nicht so viele Stücke im Repertoire haben, um einen ganzen Konzertabend auszufüllen. "Auch weil wir uns dann zwischendurch mal setzen und verschnaufen können", sagen sie und schmunzeln.
Auf zwei Stücke der Saxotones folgten zwei von Carlo Hilsdorf an drei verschiedenen Gitarren. Seine ersten beiden Stücke auf der Stahlsaitengitarre und der Biedermeiergitarre waren "She Beg She Mór" von Turlough O'Carolan aus Irland und ein Scherzando von Napoleon Coste. Danach folgten der "Maple Leaf Rag" und "Yellow Bird" Dieses letzte Stück vor der Pause war eine sehr individuelle Version der Saxotones. Denn es kamen nicht nur die Saxophone, sondern unter anderem auch Kongas, Rassel, Claves und Cabasa sowie die Stimme in Form von Pfeifen zum Einsatz.

Schon in der Pause sind erste positive Reaktionen auf das Debüt der Saxotones zu hören, die Musikerkolleginnen und -kollegen aus dem Jugendblasorchester sind alle begeistert. "Diese Mischung aus Saxophonen und Percussion war echt toll", findet Karl Bienmüller. "Man sieht, dass ihr Spaß habt." Auch der Kontrast der lauteren Saxophone und der leiseren Gitarrenklänge kommt gut an. "In unserem Ensemble ist jeder wichtig, ob Solostimme oder Begleitung", erzählt Sabine Scholz, ehe Carlo Hilsdorf wieder zwei Stücke spielt.
Bevor es mit den Saxotones weiterging, bedankten sich die "Mädels" mit einem Geschenk bei Sabine Scholz für die Arbeit, die sie sich gemacht hatte und den Spaß, den sie alle "hatten, haben und haben werden". Ganz cool und lässig, mit der Sonnenbrille auf der Nase, intonierten sie anschließend das "klassische" Saxophonstück, das in einem Repertoire nicht fehlen darf: "The Pink Panther". Hierfür wechselten Tanja Heil und Sabine Schmidt ihre Instrumente, vom Alt- zum Baritionsaxophon und vom Tenor- zum Sopransaxophon.
Erst Staunen, dann Lachen im Publikum: Die Musikerinnen waren wirklich für Überraschungen gut - denn eine Polka hatten die Zuhörer nun wirklich nicht erwartet: Umso lauter klatschten sie beim "Böhmischen Traum" mit, ehe eine weitere Überraschung wartete. Carlo Hilsdorf und Sabine Scholz spielten gemeinsam das Stück "Choro" von Heitor Villa-Lobos, welches wunderbar in das Programm passte.
Das Finale bestand aus zwei Stücken. "Ohne Freunde hätten wir das alles nicht auf die Beine stellen können", leitete Sabine Scholz zum Lied "You've got a friend" von Carole King über. Mit einer Blume im Saxophon spielten sie zum Abschluss das energiegeladene "El Capéo". Die beiden Zugaben durfte sich das Publikum aussuchen ...