Auf dem Heimweg von Vierzehnheiligen nach Nüdlingen macht die Wallfahrergemeinschaft stets an der Talkirche bei Münnerstadt ihre letzte Station. In der Kirche wird gebetet und gesungen und für das Gelingen der gesamten Wallfahrt gedankt. In diesem Jahr fand wegen der Corona-Pandaemie keine Wallfahrt statt, aber in Absprache mit Pfarrer Dominik Kesina und Liturgieleiterin Margot Freidhof luden Wallfahrtsführer Oliver Speck und Stellvertreter Michael Schäfer die ehemaligen und künftigen Wallfahrer zu einer Andacht an der Talkirche ein.

Etwa 100 Pilger nahmen daran teil und begrüßten die Aktion. In voller Stärke - mit 16 Musikern - beteiligte sich die Wallfahrtskapelle mit ihrem Leiter Knut Bieber und umrahmte die Andacht musikalisch.

Pfarrer Dominik Kesina, selbst elfmaliger Wallfahrtsteilnehmer, erinnerte an seinen bevorstehenden Abschied aus Nüdlingen. Dieser werde, so Gott will, kein endgültiger Abschied sein. Er habe vor, sich auch künftig als Ruheständler noch an der "einen oder anderen" Wallfahrt zu beteiligen. Im Mittelpunkt der Andacht wurden mehrere traditionelle Marienlieder gesungen und neue Wallfahrtskreuze gesegnet.

Oliver Speck bedankte sich für den langjährigen geistlichen Beistand und wünschte Dominik Kesina einen schönen Ruhestand und ein Wiedersehen in Nüdlingen. Die Wallfahrten, so der Geistliche, seien für ihn prägende, unvergessliche Erlebnisse gewesen. Das Bedürfnis, mitzugehen, verglich er sogar mit einer "Sucht" bzw. Sehnsucht. "Ich gehe mit schwerem Herzen weg", bemerkte Dominik Kesina zu den 19 Jahren und 4 Tagen in Nüdlingen. Für die Zukunft wünschte er den Glaubensbrüdern in Nüdlingen alles erdenklich Gute, Gesundheit und Gottes reichen Segen. Er werde stets in Gedanken bei ihnen sein. Er würdigte die Gestaltung der Wallfahrten durch Margot Freidhof. Ihr müsse man besonders dankbar sein. Großen Dank sagte er auch den Musikern der Wallfahrtskapelle.

Einige Wallfahrer kümmerten sich vor und während der Andacht um die peinlichste Einhaltung der Corona-Regeln. Eine Zusammenkunft bildete den Abschluss der Wallfahrtsandacht. Man verließ das Gelände neben der Talkirche voller Freude und Optimismus.