"Sehr gerne bin ich damals nach Geroda, Platz und Oehrberg gegangen. Ich kam mit den Leuten gut zurecht, schließlich bin ich in der Region aufgewachsen", ergänzt der Schornsteinfeger. Zuvor arbeitete er als Bezirksschornsteinfeger in Hofheim im Landkreis Haßberge. "Ich habe aber schon damals gewusst, dass ich irgendwann wieder in die Rhön zurückkehren will", sagt Kronewald. Denn er wohnt gern in Schondra - mit seiner Frau und seinem Kind - hier ist er aufgewachsen und hier fühlt er sich daheim. Dabei hatte sich der Wechsel spontan ergeben. "Mein Vorgänger im Bezirk Bad Kissingen 3 ging in Rente. Ich hatte nur zwei Wochen Zeit, mich zu bewerben, was doch recht kurzfristig war", erinnert sich der Schornsteinfeger. Vier Tage nach Abgabe der Bewerbung hatte er die Zusage. "Am Anfang war es nicht ganz so einfach. Schließlich musste ich in meinem Haus erst einen Sozialraum, Duschen und ein Büro einrichten."

Zusammen mit einem Meistergesellen und einem Auszubildenden im dritten Lehrjahr erledigt er die Arbeiten, die in seinem Bezirk anfallen. "Es haben sich durch den Wechsel kaum Unterschiede ergeben. Auch in Hofheim war ich auf dem Land tätig", erklärt Kronewald. Ein Unterschied fällt ihm aber doch ein: In der Rhön wird noch mehr mit Holz geheizt.

Kronewald weiß, worauf es beim Holzverbrennen ankommt: "Das Holz sollte, bevor es verbrannt wird, zwei bis drei Jahre abgelagert werden. Dabei ist es wichtig, dass es abgedeckt und die Luftzirkulation gewährleistet ist." Zu feuchtes oder noch "grünes" Holz brenne schlecht, es gebe viel Qualm. Zudem könne sich im Kamin Glanzruß ansetzen, der in Brand geraten kann. "Sollte sich dieser gebildet haben, so muss der Schlot ausgebrannt oder abgeschabt werden, was nicht billig ist. Die Gefahr, dass der Ruß in Brand gerät, ist sehr hoch", warnt er. Beim Verdampfen des Wassers aus feuchtem Holz werde viel Energie benötigt. Dann wird die Wohnung nicht warm, das Holz verbrennt nicht effektiv. Kronewald empfiehlt, das Holz etwas länger abzulagern. Wichtig sei auch, dem Feuer in der Anbrandphase genug Luft zu geben. "Erst wenn man Glut sieht, sollte man das Feuer drosseln, aber nicht zu stark", so der Tipp des Experten. Wenn die Glasscheibe bei einem Ofen anfängt, zu beschlagen, weiß man, dass das Feuer in der Regel zu wenig Sauerstoff hat.

Auf einen Bezirksschorn steinfegermeister kommt auch viel Büroarbeit zu. Dennoch macht Kronewald die Arbeit sehr viel Spaß und er würde jederzeit wieder Schornsteinfeger werden. Mit dem Reinigen von Kaminen ist es heute längst nicht mehr getan. Die Feuerstätten und Kamine müssen abgenommen werden, Messungen zum CO2 -Ausstoß und Feinstaubgehalt stehen ebenso an. Brandschutzrechtliche Belange sind außerdem zu prüfen. Beim Neubau von Häusern muss er darauf achten, dass die Emissionsrichtlinien eingehalten werden. Daneben werden die Kunden auch beraten, wie am besten zu heizen ist und auf was man achten muss.