In einem Statement legte stellvertretender Diözesanvorsitzender Armin Rodenfels - wenn auch vergeblich - seine Erfahrungen und Ideen sowie die daraus resultierenden Vorschläge zur Weiterführung der Kolpingsfamilie dar. Insbesondere eine Variante ohne eigentlichen Vorstand und an deren Stelle mit einem "Kassier" nahm dabei breiten Raum ein. Die Aufgabe jedes einzelnen Mitglieds sei dann, Mut zuzusprechen und junge Menschen über positive Erlebnisse mit Gleichaltrigen mit Kolping in Kontakt zu bringen.
In einer sich anschließenden Diskussion werden verschiedene Gedanken zur Situation und zum weiteren Vorgehen geäußert. So wurde zum Beispiel von einer Fusion mit der Kolpingsfamilie Garitz gesprochen. Die von Rodenfels vorgeschlagene Variante, lediglich einen Kassier zu benennen, wurde allgemein für nicht praktikabel gehalten und scheiterte darüber hinaus an der bei allen Mitgliedern fehlenden Bereitschaft zur Übernahme diese Amtes.

Fast einstimmiger Beschluss

Mit 22 zu zwei Stimmen wurde beschlossen, die Kolpingsfamilie Bad Kissingen zum 30.06.2015 aufzulösen. Die Mitglieder werden schriftlich über diesen Beschluss informiert.
Weiter wurde beschlossen, für das Jahr 2015 keine Beiträge mehr zu erheben. Einstimmig wurde festgelegt, dass am 26. Juni im Rahmen der Abendmesse in der Stadtpfarrlirche ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert wird, es folgt eine Bewirtung im Pfarrheim.
Bereits zuvor hatte Walter Horn zum wiederholten Mal festgestelllt, dass es nicht immer leicht gewesen sei, ein Programm zusammenzustellen, dass keine neuen Mitglieder zu verzeichnen waren, dass das Interesse der alten Mitglieder nachgelassen habe und keine Nachfolge für das Amt des Vorsitzenden in Sicht sei
Von den 41 Mitglieders seien 35 über 65 Jahre alt, fuhr Horn fort. Der Präses und er als Vorsitzender seien ebenfalls älter geworden und gesundheitlich angeschlagen. Er, so Horn, habe seine Ehrenämter - auch in anderen Vereinen - stets im Sinne Adolf Kolpings für die Allgemeinheit ausgefüllt.

Erklärungen werden ausgeteilt

Nach der Auflösung der Bad Kissinger Kolpingsfamilie wurde jedem Mitglied die Möglichkeit eröffnet, entweder zu einer von ihm zu bestimmenden Kolpingsfamilie, z. B. nach Garitz, zu wechseln, oder sich für eine Einzelmitgliedschaft in Köln zu entscheiden. Die entsprechenden Erklärungen zum Ausfüllen sollen ausgeteilt und automatisch an die betreffenden Stellen weitergeleitet werden.
Schriftführer Rüdiger Greubel gab einen Rückblick auf die Jahreshauptversammlung vom Oktober 2014 und die Bezirksversammlung vom November 2014 sowie auf eine Vorstandssitzung vom Februar 2015. Kassier Peter Kaidel legte den Kassenbericht 2014 vor. Der Vermögensstand zum 1. Januar 2014 belief sich auf 3663 Euro, zum 31. Dezember 2014 auf 1302 Euro. Die Mehrausgaben seien insbesondere auf den Zuschuss von 2000 Euro für den Umbau des Kliegl-Kindergartens an die Kirchenstiftung Herz Jesu zurückzuführen, der von der Jahreshauptversammlung 2014 beschlossen worden war. Kassenprüfer Gerd Schindelmann hatte nichts auszusetzen, die Entlastung erfolgte einstimmig.
Letztmals wurden Mitglieder von der Kolpingsfamilie Bad Kissingen für langjährige Treue geehrt. Es waren dies für 60 Jahrew Heinz Albert, Walter Höhl und Helmut Kalke, für 40 Jahre Günther Körnig.
Pfarrer Thomas Keßler dankt dem Vorstand und wünschte für das persönliche Leben und die verbleibenden Veranstaltungen alles Gute. Mit Blick auf die im Dekanat stattgefundene Bischofsvisitation wies er auf Veränderungen in der Kirche hin, für die der Weg noch nicht zu sehen sei, aufgrund derer die Welt aber nicht untergehe, da die Kirche von Gott getragen werde. Auch Präses Axel Mager richtet den Dank an den Vorstand und alle Mitglieder.