Der Ortsvorsitzende der Freien Wähler, Bruno Schäfer, blickte zurück in die Geschichte und auf den Werdegang der Freien Wähler im Ort. Eigentlich reiche dieser weiter zurück als 40 Jahre, nämlich in das Jahr 1948, als parteilose Bürger zur Kommunalwahl antraten. Sechs Stadträte schafften den Einzug ins Rathaus und stellten den 1. Bürgermeister, so Bruno Schäfer.
Die Gebietsreform 1972 brachte Umstrukturierungen, so dass sich die Freien Wähler wegen des Bürgermeisterkandidaten spalteten und mit zwei Listen in den Wahlkampf zogen. 1978 schlossen sich beide Gruppen wieder zusammen und gingen in der "Bürgergemeinschaft Münnerstadt" (BGM) auf. Seitdem gibt es immer eine eigene Fraktion.
"Immer wieder stellen sich Bürgerinnen und Bürger mit Tatendrang den kommunalen Aufgaben", so Schäfer. 1996 wurde Eugen Albert zum 1. Bürgermeister gewählt und 2002 im Amt bestätigt. Helga Schleyer aus Großwenkheim stellte den 3. Bürgermeister. Bei der Wahl 2008 gab es zwei neue Listen, die den Freien Wählern Stimmen gekostet haben, so dass es derzeit nur drei Vertreter im Stadtrat gebe, bedauerte Schäfer.
Es sind Bruno Schäfer, Andreas Trägner und Ralf Verholen.
Erst im März diesen Jahres hat man sich den Namen "Freie Wähler Münnerstadt" (FW) gegeben, um sich mit dem Landes- und Bundesverband zu identifizieren, erläuterte Schäfer.

Neue Ideen gefordert


Stellvertretende Landrätin Magdalena Dünisch (FW) würdigte die Arbeit der Freien Wähler in Münnerstadt. Sie erinnerte an die erfolgreiche Arbeit von Gudrun Schuster, Karl Scharf und Altbürgermeister Eugen Albert, erinnerte an Namen wie Linus Albert, Robert Bötz oder Valentin Federlein. Sie bat, neue Aufgaben zu übernehmen und Ideen einzubringen.
Bürgermeister Helmut Blank (CSU) würdigte die Erfolgsgeschichte der Freien Wähler in Münnerstadt, die zur Weiterentwicklung der Stadt beigetragen hätten. Er lobte die Zusammenarbeit im Stadtrat. Seine Bitte: "Lasst uns so weitermachen zum Wohle Münnerstadts".
Günther Felbinger beleuchtete in seiner Festrede kurz den Weg der Freien Wähler in Münnerstadt. Er würdigte insbesondere Gudrun Schuster als erste Stadträtin und Kommunalpolitikerin mit Herzblut und erinnerte an Eugen Alberts Bürgermeistertätigkeit und seinen landesweiten Einsatz für die Freien Wähler. Als Sprecher in der Bildungspolitik im Landtag streifte Felbinger die Herausforderungen bei Schulen und Kindergärten. Die dezentrale Energiewende mit einem Masterplan für regionale Entscheidungen sei ein Hauptthema im kommenden Landtagswahlkampf.
Felbinger zeichnete Altbürgermeister Eugen Albert mit der Verdienstnadel in Gold ob seines Engagements auf lokaler und überregionaler Ebene der Freien Wähler aus. Albert zeigte sich überrascht über die Auszeichnung, die er als Dankbarkeit für seine Arbeit wertete.

Kabarett zum Ausklang


Eine kleine Besetzung der Stadtkapelle gestaltete den Abend mit. Den unterhaltsamen Teil des Abends bestritt Freddi Breunig; dieser begeisterte sein Publikum mit aktuellen Einzelheiten aus Münnerstadt und seinen Stadtteilen und hatte die Lacher schnell auf seine Seite hatte.