Im unterfränkischen Aschaffenburg war am Montagnachmittag (31. August 2020) ein verdächtiger Gegenstand aufgefunden worden. Weil die Polizei nicht ausschließen konnte, dass es sich um Munition aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, wurde der Bereich um den Floßhafen weiträumig abgesperrt.

Am frühen Abend konnte die Polizei dann jedoch Entwarnung geben.

Update vom 31.08.2020, 19.30 Uhr: Nach verdächtigem Fund - Polizei gibt Entwarnung

In Zusammenhang mit dem Einsatzgeschehen am Floßhafen in Aschaffenburg hat das Polizeipräsidium Unterfranken am frühen Montagabend Entwarnung gegeben. Inzwischen seien Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes am Fundort eingetroffen.

Laut Polizei wurde festgestellt, dass von dem verdächtigen Gegenstand keine Gefahr ausgeht. Sämtliche Sperrungen können deshalb aufgehoben werden. Auch die Anwohner der vorsorglich evakuierten Anwesen können wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Erstmeldung vom 31.08.2020, 18.40 Uhr: Verdächtiger Gegenstand entdeckt - Anwohner müssen Wohnungen verlassen

Am Montagnachmittag (31. August 2020) hat ein Zeuge im Bereich des Aschaffenburger Floßhafens einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Laut dem Polizeipräsidium Unterfranken handelt es sich hierbei möglicherweise um Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Aschaffenburger Polizei hat deshalb Maßnahmen zur Gefahrenabwehr getroffen. Der Fundort des verdächtigen Gegenstands befindet sich der Polizei zufolge am Floßhafen, unterhalb der Willigisbrücke.

Nach Fund am Floßhafen: Polizei trifft Sicherheitsvorkehrungen 

Zur Gefahrenabwehr wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Von den Absperrmaßnahmen betroffen sind demnach:

  • die Straße „Am Floßhafen“
  • die Dalbergstraße
  • die Fischergasse,
  • die Willigisbrücke
  • der Rad- und Fußweg zwischen Obernau und der Hanauer Straße
  • der Sportboothafen sowie
  • der dortige Mainabschnitt für die Schifffahrt

"Rein vorsorglich werden aktuell alle Anwohner im Umkreis von 100 Metern um den Fundort am Floßhafen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen", erklärt die Polizei.  Für die Betroffenen wurde in der Brentano-Schule (Brentanostraße 2, 63739 Aschaffenburg) eine Notunterkunft eingerichtet.

Weitere Maßnahmen im Umkreis

Anwohner im Umkreis von 300 Metern um den Fundort am Floßhafen werden gebeten, sich nicht im Freien und im Wohnungsinneren nicht im Bereich der Fenster aufzuhalten sowie sämtliche Fenster gekippt zu halten. 

Die Bevölkerung werde durch Lautsprecherdurchsagen über die Sicherheitsmaßnahmen informiert, teilte die Polizei weiter mit.

Neben mehreren Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Aschaffenburg befinden sich die örtliche Feuerwehr sowie vorsorglich auch der Rettungsdienst im Einsatz. Zur weiteren Gefahreneinschätzung wurden Spezialisten der Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts angefordert. 

Weitere Informationen folgen laut Polizeipräsidium. 

Symbolfoto: NEWS5/Friedrich