Am Donnerstagnachmittag (02.07.2020) ereignete sich ein folgenschwerer Unfall auf der A45 im Landkreis Aschaffenburg: Wie die Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach berichtet, übersah ein Autofahrer auf Höhe Kleinostheim, dass die Fahrbahn auf nur einen Fahrstreifen verringert wurde.

Grund dafür waren Mäharbeiten auf dem Mittelstreifen. Es waren jedoch drei Schilder zur Vorwarnung auf dem Standstreifen aufgestellt sowie ein Leitanhänger auf der Fahrbahn, der das Ende der Spur signalisierte. Dennoch bemerkte der 29-jährige Fahrer zu spät, dass seine Spur endete.

Unfall auf A45 in Unterfranken: Fahrer kracht in Warn-Anhänger - Beifahrer will illegal abschleppen

Er wechselte im letzten Moment auf den rechten Fahrstreifen und stieß dabei mit einem anderen Auto zusammen. Anschließend zog der Mann wieder auf die Überholspur, wo er schließlich frontal gegen den Warn-Anhänger krachte.

Der andere Wagen geriet durch den Zusammenstoß ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke. Der 38-jährige Fahrer wurde dabei schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Unfallverursacher und sein Beifahrer blieben dagegen unverletzt.

Beide Autos wurden beschädigt. Der Warn-Anhänger wurde durch den Aufprall in einen Lastwagen geschoben. Der Gesamtschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Karlstein sicherte die Unfallstelle und leitete den restlichen Verkehr über den Standstreifen.

Beifahrer will selbst abschleppen - ohne richtige Fahrerlaubnis

Für eine weitere Überraschung sorgte der Beifahrer des Unfallfahrers: Er ließ von der Unfallstelle abholen und kehrte kurze Zeit später mit einem Auto und großen Anhänger zurück. Damit wollte er scheinbar den Wagen des Unfallverursachers selbst abschleppen.

Die Polizeibeamten vor Ort kontrollierten daraufhin seinen Führerschein und stellten fest, dass der Mann gar nicht die nötige Fahrerlaubnis für den großen Anhänger hatte. Nun erwartet ihn eine Anzeige.