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Aschaffenburg
Verkehrsunfall

Fünf Verletzte bei Massenkarambolage auf A3 in Franken - Unfallfahrer in Lebensgefahr

Auf der A3 zwischen Aschaffenburg-West und Aschaffenburg-Ost kam es zu einer Massenkarambolage mit insgesamt vier Lastwagen und einem Auto. Die Folge: Fünf Menschen wurden verletzt, drei davon schwer und einer der Verletzten befindet sich sogar in Lebensgefahr.
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Gegen 16:39 Uhr kam es am Dienstag (23. 06.2020) auf der A3 in Höhe Strietwald zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Das berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Zunächst stockte der Verkehr auf der rechten Fahrbahn zusehends. Ein Lkw-Fahrer erkannte den sich anbahnenden Stau zu spät und krachte in das Heck eines Autos.

Das getroffene Fahrzeug wurde nach links gegen die Mittelleitplanke geschleudert. Der Unfallverursacher krachte im weiteren Verlauf auch noch gegen einen anderen Lastkraftwagen. Der wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen einen dritten Lkw gedrückt und dieser wiederum wurde auf einen vierten Lkw geschoben. Das an die Mittelleitplanke geschleuderte Auto prallte indes von der Mittelleitplanke wieder ab und krachte auf das Führerhaus des zweiten Lkw.

Fünf Verletzte bei Unfall auf A3: Lastwagenfahrer noch in Lebensgefahr

Der Fahrer des Lastwagens, der in das Stauende gekracht war, wurde bei dem heftigen Aufprall lebensgefährlich verletzt und musste von der Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit werden. Die beiden Insassen des Pkw wurden ebenfalls schwer verletzt, schweben aber aktuell nicht in Lebensgefahr. Der Fahrer des Autos musste jedoch ebenfalls von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er wurde von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Insassen des zweiten Lkw wurden bei dem Zusammenstoß verletzt, konnten ihr Fahrzeug aber selbständig verlassen. Die Fahrer der beiden anderen Lastwagen blieben unverletzt.

Der Schaden wird zum aktuellen Zeitpunkt auf über 600.000 Euro geschätzt. Mehrere Feuerwehren aus Aschaffenburg und Karlstein waren im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot vor Ort und kümmerte sich mit mehreren Rettungs- und Notarztwagen sowie einem Rettungshubschrauber um die Verletzten. Die Autobahn musste für die Dauer des Rettungseinsatzes komplett gesperrt werden.

Eine Umleitung wurde zwar eingerichtet, konnte allerdings nicht verhindern, dass es in Folge des Unfalls zu einem größeren Stau kam. Selbst im hessischen Bereich der Autobahn wurden die Auswirkungen der Massenkarambolage deutlich.

Bei Unfallstellensicherung: Polizei erwischt Gaffer mit Handy

Außerdem wurde während die Unfallstelle durch die Polizei gesichert wurde, eine Verkehrsüberwachung eingerichtet. Im Zuge dieser erwischten die Beamten zwei Autofahrer, die während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzten. Einer davon fotografierte die Unfallstelle. Kurz darauf wurden zwei Autofahrer angezeigt, die auf dem abgesperrten Fahrstreifen verbotswidrig rechts am Stau vorbeifuhren. Alle vier müssen mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.