Laden...
Waldaschaff
Autobahn-Unfall

A3: Unfall verursacht Kettenreaktion - zwei Verletzte, sechs Autos beschädigt

Zwei verletzte Menschen, sechs beschädigte Fahrzeuge und etwa 30.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Freitagnachmittag bei winterlichen Straßenverhältnissen auf der A3 in Unterfranken ereignet hat. Nachdem eine Autofahrerin die Fahrbahnbegrenzung gerammt hatte und auf der linken Spur stehen geblieben war, kam es zu einer Kettenreaktion.
 

Ein Unfall hat am Freitag (8. Januar 2021) zu mehreren Folgeunfällen auf der A3 in Unterfranken geführt. Das teilt die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach mit.

Gegen 14.40 Uhr kam es auf der A3 in Richtung Frankfurt, kurz vor der Kauppenbrücke bei Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg), zunächst zu einem Verkehrsunfall mit einer 19-jährigen Renault-Fahrerin. Diese verlor alleinbeteiligt bei winterlichen Straßenverhältnissen die Kontrolle über ihren Pkw und stieß gegen die rechte Fahrbahnbegrenzung. Von dort wurde sie abgewiesen, so dass der Renault quer zur Fahrbahn auf der linken Spur zum Stehen kam. 

A3: Junge Frauen leisten Erste Hilfe - und werden von VW erfasst

Zwei Frauen, welche mit einem Opel zur Unfallstelle kamen, leisteten Erste Hilfe. Die 20-jährige Fahrerin setzte aus dem Fahrzeug heraus einen Notruf ab. Die 18- jährige Beifahrerin begab sich zur verunfallten Renault-Fahrerin.

Kurz darauf fuhr ein 19-jähriger VW-Fahrer auf dem linken Fahrstreifen an die Unfallstelle heran und stieß frontal in die Seite des verunfallten Renaults. Dadurch wurde der Renault auf den Opel der Ersthelferinnen geschoben.

Sowohl die 19-jährige Fahrerin des Renaults, wie auch die 18-jährige Helferin, wurden durch den Zusammenstoß durch die Fahrzeuge erfasst und zu Boden geschleudert, blieben wie durch ein Wunder jedoch ohne größere 
Verletzungen. Weiter wurde bei dieser Kollision ein auf dem mittleren Fahrstreifen stehender Audi beschädigt. Dieser wurde von dem VW touchiert, als er versuchte dem Renault auszuweichen. 

Zwei BMWs kollidieren

Als Folgenschwer hat sich hier das Verhalten des 19-jährigen VW-Fahrers dargestellt. Dieser soll Zeugen zu Folge, trotz des erkennbaren Staus, kurz vor der Kollision andere Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur bedrängt und anschließend nochmals beschleunigt haben.

Dem nicht genug. Ein 32-jähriger BMW-Fahrer übersah, dass ein 27-jähriger, ebenfalls BMW-Fahrer, wegen der zuvor geschilderten Verkehrsunfälle abbremsen musste. Der 32-Jährige fuhr auf das Heck des anderen BMW auf. Dieser wurde durch den Aufprall in die Mittelleitplanke geschleudert. Beide BMW blieben nicht mehr fahrbereit auf dem linken Fahrstreifen liegen. Der 32-jährige Unfallverursacher wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.  

Bei den hier genannten Unfällen wurden nach derzeitigem Stand der Ermittlungen zwei Menschen verletzt und sechs Fahrzeuge beschädigt. Von diesen mussten wiederum fünf Autos geborgen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Gegen alle Unfallverursacher wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Blitzeis erschwert Räumungsarbeiten

Zur Absicherung und Räumung der Unfallstelle waren die angrenzenden Feuerwehren mit zahlreichen Kräften unterstützend im Einsatz. 

Erschwert wurde die Räumung der Unfallstelle durch Blitzeis. Dies führte dazu, dass die Fahrbahn erst nach mehrfachen Einsatzes von Räumfahrzeugen dem Verkehr gefahrlos freigegeben werden konnte. Während der Unfallaufnahme kam es zu einer mehrstündigen Vollsperrung der A3 in Richtung Frankfurt. Da auch die Umfahrungsstrecken witterungsbedingt nur eingeschränkt befahrbar waren, kam es zu einem Kilometer langen Rückstau.

Symbolbild: Andre März/dpa