Update vom 04.11.2022, 13 Uhr: Nach Raubüberfall in Alzenau - hohe Belohnung ausgelobt

Nach dem Überfall auf einen Werttransporter im August haben sich während der Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg neue Fragen an die Bevölkerung ergeben. Von privater Seite wurden für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder dem Auffinden der Tatbeute führen, 100.000 Euro Belohnung ausgelobt.

Das war zuvor geschehen: Am 19. August 2022, gegen 10.45 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Alarm über einen Raubüberfall auf einen Werttransporter in der Borsigstraße ein. Die beiden bewaffneten Tatverdächtigen hatten den Werttransporter gestoppt, die beiden Fahrzeuginsassen gefesselt und sind innerhalb kürzester Zeit mit ihrer Tatbeute (Goldgranulat) geflüchtet.

Bei einer ersten Fahndung wurde gegen 11.15 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Alzenau-Nord das vermeintliche Fluchtfahrzeug verlassen vorgefunden. "Der Pkw wurde offensichtlich kurz nach dem Verlassen durch die Tatverdächtigen in Brand gesetzt", teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

In enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Hochtouren, so die Polizei weiter. Im Bereich des Pendlerparkplatzes, an dem das Fluchtfahrzeug der beiden Tatverdächtigen - ein schwarzer Jaguar - ausgebrannt ist, hängten die Ermittler zudem Fahndungsplakate auf.

Außerdem haben sich im Zusammenhang mit den sichergestellten Handfesseln neue Ermittlungsansätze ergeben. Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes konnten auf den Handfesseln eine sechststellige Nummer wieder sichtbar machen, die offenbar im Vorfeld der Tat ausgeschliffen wurde. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die Individualnummer erst nach dem Erstverkauf eingraviert.

Die Polizei hofft auf neue Hinweise und hat folgende Fragen an die Bevölkerung:

  • Wer kann Hinweise zum Fluchtfahrzeug der beiden Täter, einem schwarzen Jaguar mit den Kennzeichen GG-FO215, geben?
  • Wo ist der schwarze Jaguar, der im Juni in Langen (Landkreis Offenbach) entwendet worden ist, vor der Tat aufgefallen? Möglicherweise waren zu diesem Zeitpunkt noch die originalen Kennzeichen OF-XE3000 an dem Fahrzeug angebracht.
  • Wer kann Angaben zu den Kennzeichen GG-FO215, die an dem Jaguar angebracht waren, machen? Wer hat diese Kennzeichen hergestellt?
  • Wer kann Hinweise zu den aufgefundenen Handfesseln machen? Wo wurden diese möglicherweise hergestellt? Welche Unternehmen haben solche Handschellen in Benutzung und versehen diese mit 6-stelligen Nummern?
  • Das Schriftbild der Ziffer "4" auf der Individualnummer der Handfesseln ist laut Polizei außergewöhnlich. Wo wird eine solche Schriftart verwendet?
  • Wer konnte im Zusammenhang mit dem Werttransportfahrzeug, einem silberfarbenen Toyota Aygo mit den Kennzeichen GN-CD125, am 19. August 2022 oder bereits vorher etwas Verdächtuiges beobachten? Wer hat möglicherweise Personen beobachtet, die dieses Fahrzeug ausgekundschaftet haben?
  • Wer kann Hinweise zur Tatbeute machen? Wo sind möglicherweise größere Mengen Goldgranulat zum Verkauf angeboten worden?
  • Wem sind die bei der Tat entwendeten Transportbehälter aufgefallen? Möglicherweise wurden diese durch die beiden Täter entsorgt?

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder dem Auffinden der Tatbeute führen, haben die beiden geschädigten Firmen eine Belohnung in Höhe von 100.000 Euro ausgelobt. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat zudem ein Hinweistelefon unter der Nummer 06021/857-3333 eingerichtet.

Update vom 01.09.2022: Nach Überfall auf Goldtransporter in Alzenau - wichtige Zeugen gesucht

Geldtransporter in Alzenau ausgeraubt: Nach dem Überfall auf einen Goldtransporter am Freitagvormittag (19. August 2022) laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg weiterhin auf Hochtouren. Der Fall sorgt für viele Rätsel, denn die Täter scheinen wie vom Erdboden verschluckt.

Nach einer Ausstrahlung des Falls bei "Aktenzeichen XY" im ZDF gingen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein. Nun wird nach zwei Autofahrern gesucht, deren Beobachtungen zu den Tätern führen könnten.

Nach dem Überfall auf einen Werttransporter am 19. August laufen die intensiven Ermittlungen laut Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg weiter. Die Kripobeamten seien hierbei nun gezielt auf der Suche nach den Fahrzeugführern eines schwarzen Pickups und eines dunklen VW Golfs, die als wichtige Zeugen in Betracht kommen. Eine Veröffentlichung des Falls in der Sendung "Aktenzeichen XY" am 24. August 2022 führte demzufolge zu rund zehn Hinweisen aus der Bevölkerung, die weiterhin überprüft und abgearbeitet würden.

Neben dem Tatort in der Borsigstraße stehe insbesondere der Brandort am Pendlerparkplatz im Fokus der Ermittlungen. Insbesondere werde nach dem Fahrer eines schwarzen Pickups mit Anhänger gesucht, der sich am Vormittag auf dem Parkplatz aufgehalten hat und als wichtiger Zeuge in Betracht kommt. Ein weiterer wichtiger Zeuge könnte ein älterer Mann sein, welcher gegen 10.30 Uhr mit einem dunklen VW Golf mit Anhänger Grünabfall an einem nahegelegenen Recycling-Unternehmen abgeliefert habe. Zudem richten die Ermittler Fragen an die Bevölkerung. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Aschaffenburg unter der Telefonnummer 06021/857-1733 entgegen:

  • Wem sind am 19. August zwischen 07:00 Uhr und 12:00 Uhr Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Parkplatzes aufgefallen?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Update vom 27.08.2022: Spektakulärer Goldtransporter-Überfall bei "Aktenzeichen XY"

Jetzt hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung - und wendeten sich an das ZDF-Format "Aktenzeichen XY". Ausgestrahlt wurde die Folge am Mittwoch (24. August 2022) um 20.15 Uhr. Inzwischen seien einige Hinweise eingegangen, so die Polizei

Rückblick: Gegen 10.45 Uhr ging am Freitag (19. August 2022) bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung über den Raubüberfall auf einen Werttransporter in der Borsigstraße ein.

Die beiden bewaffneten Tatverdächtigen hatten das Fahrzeug gestoppt, die zwei Fahrzeuginsassen gefesselt und waren daraufhin innerhalb kürzester Zeit mit ihrer Beute, wobei es sich laut Polizei um Goldgranulat handelt, geflüchtet. Bis heute konnten die Täter nicht ermittelt werden.

Nach Aktenzeichen XY: Zehn Hinweise eingegangen - Ermittler hoffen auf weitere Tipps

Eine Woche nach dem Überfall auf einen Goldtransporter im unterfränkischen Alzenau ermittelt die Polizei weiter auf Hochtouren. Nach einem Beitrag in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" gingen zehn Hinweise ein, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Zum Inhalt der Hinweise und zum Stand der Ermittlungen machte er keine weiteren Angaben.

Wie viel Gold bei dem Überfall geraubt worden ist, sagt die Polizei nach wie vor nicht. Das sei Täterwissen, die Bekanntgabe könne die Ermittlungen behindern, so die Polizei.

Die Ermittler hoffen weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung, unter anderem zum Fahrzeug, das die Täter nutzten. Der Wagen wurde den Angaben zufolge bereits Ende Juni im hessischen Langen geklaut, tauchte aber vor dem Überfall auch in Berlin auf. Beim Überfall hatte das Auto ein Kennzeichen angebracht, das von einem baugleichen Pkw in der gleichen Farbe kopiert worden war.

Nach Überfall auf Geldtransporter: Fahndung rund um Alzenau 

Im Laufe der Fahndung wurde gegen 11.15 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Alzenau-Nord das vermeintliche Fluchtfahrzeug verlassen gefunden. "Der Pkw wurde offensichtlich kurz nach dem Verlassen durch die Tatverdächtigen in Brand gesetzt", erläutert die Polizei. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch am Freitag am Tatort und auch am Brandort die Ermittlungen aufgenommen, die auch über das gesamte Wochenende fortgesetzt worden sind. 

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatten sich die beiden Täter am Freitagvormittag als Polizeibeamte - mit dunklen Westen mit gelber Aufschrift "Polizei" - verkleidet und den Werttransporter mit einer Anhaltekelle mit der Aufschrift "Polizei" gestoppt. Auf dem Jaguar der Männer war zu diesem Zeitpunkt ein Blaulicht angebracht. Nachdem sie die beiden Mitarbeiter des Werttransportes mit Handfesseln an das Fahrzeug gekettet hatten, entnahmen sie aus dem Kofferraum die Transportbehälter mit Goldgranulat und flüchteten im Anschluss mit ihrem Fahrzeug vom Tatort.

Bei dem bei der Flucht verwendeten Jaguar handelt es sich laut Polizei um eine sogenannte "Fahrzeug-Doublette". Dabei suchen sich Täter einen baugleichen Pkw in der gleichen Farbe und lassen sich die Kennzeichen des Originalfahrzeugs nachmachen.

Polizei sucht nach Zeugen: Wer kann bei der Tätersuche helfen?

Während der Ermittlungen haben sich neue Fragen an die Bevölkerung ergeben:

  • Wer kann Hinweise zum Fluchtfahrzeug der beiden Täter geben? Wo ist der schwarze Jaguar mit den Kennzeichen GG-FO215 vor der Tat aufgefallen? Wer hat die Kennzeichen hergestellt?
  • Wer konnte im Zusammenhang mit dem Werttransportfahrzeug, einem silberfarbenen Toyota Aygo mit dem Kennzeichen GN-CD125, am 19. August 2022 oder bereits vorher etwas Verdächtiges beobachten? Wer hat möglicherweise Personen beobachtet, die dieses Fahrzeug ausgekundschaftet haben?
  • Wer hat im Tatzeitraum in der Borsigstraße in Alzenau und am Brandort des Autos an der Anschlussstelle Alzenau-Nord Verdächtiges wahrgenommen? Angesprochen sind auch Fahrzeugbesitzer, die im Bereich des Tatorts oder des Brandortes unterwegs waren und möglicherweise Bildmaterial mittels einer sogenannten "Dash-Cam" angefertigt haben.
  • Wer kann Hinweise zur Tatbeute machen? Wo sind möglicherweise größere Mengen Gold zum Verkauf angeboten worden?
  • Wem sind die bei der Tat entwendeten Transportbehälter aufgefallen? Möglicherweise wurden diese durch die beiden Täter entsorgt?
  • Wer kann Hinweise zur beschriebenen Ausrüstung der Täter geben? Die Täter trugen dunkle Westen mit gelber Aufschrift "Polizei" im Brustbereich.

Update vom 19.08.2022, 16.20 Uhr: Polizei beendet Einsatz - Was kam dabei heraus?

Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter hat die Polizei an der bayerisch-hessischen Landesgrenze mit zahlreichen Kräften nach den Tätern gesucht. Der Großeinsatz wurde nach mehreren Stunden allerdings ergebnislos beendet, wie ein Polizeisprecher am Freitag (19. August 2022) sagte. Autofahrer sollten weiter im Großraum Alzenau keine Anhalter mitnehmen.

Nach bisherigen Erkenntnissen stoppten die bewaffneten Täter den Geldtransporter, fesselten die beiden Fahrzeuginsassen und schnappten sich die Beute in noch unbekannter Höhe. Verletzt wurde niemand. Die Täter flüchteten zunächst per Auto, das aber kurze Zeit später brennend und ohne Geld gefunden wurde.

Erstmeldung vom 19.08.2022, 13 Uhr: Geldtransporter in Alzenau überfallen - Fahndung läuft

Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Stadtgebiet von Alzenau ist die Polizei am Freitag (19. August 2022) mit einem Großaufgebot im Einsatz und fahndet nach den flüchtigen Tatverdächtigen, wie die Polizei Unterfranken mitteilte. Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug konnte gefunden werden. Die Polizei hofft hierbei auch auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Gegen 10.45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung über einen Raubüberfall auf einen Geldtransporter in der Borsigstraße ein. Dem derzeitigen Sachstand nach haben "zwei mutmaßlich bewaffnete Tatverdächtige den Geldtransporter gestoppt, die Fahrzeuginsassen gefesselt", so Kriminaloberkommissar Maximilian Basser von der Polizei Unterfranken und sind innerhalb kürzester Zeit mit ihrer Tatbeute in noch unbekannter Höhe geflüchtet.

Nach Eingang des Notrufs begaben sich die Beamten umgehend "mit einem Großaufgebot an Polizeikräften" an den Tatort, so Basser. Die Polizei Alzenau und angrenzende Dienststellen, auch aus dem benachbarten Hessen, fuhren in den Bereich des Tatorts und fahnden zur Stunde mit Hochdruck nach den beiden flüchtigen Tätern - "auch mit Polizeihubschraubern", so Basser.

Polizei veröffentlicht Beschreibung der Täter

Von den beiden Männern, die nach ersten Erkenntnissen mit einem schwarzen Jaguar aus dem Landkreis Groß-Gerau vom Tatort geflüchtet sind, liegt lediglich eine vage Personenbeschreibung vor:

  • beide zwischen 30 und 40 Jahren alt
  • trugen eine uniformähnliche Bekleidung

Im Rahmen der ersten Fahndungsmaßnahmen konnte "gegen 11.15 Uhr haben wir im Bereich der Anschlussstelle Alzenau-Nord das vermeintliche Fluchtfahrzeug verlassen vorgefunden", berichtete Basser. Der Wagen wurde offensichtlich kurz nach dem Verlassen durch die Tatverdächtigen in Brand gesetzt, "vermutlich um Spuren zu verwischen", teilte Basser mit.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch vor Ort Ihre Ermittlungen aufgenommen. Hierbei wird insbesondere auch auf Hinweise aus der Bevölkerung gehofft:

  • Wem ist auch bereits vor der Tat im Stadtgebiet ein mit zwei männlichen Personen besetzter schwarzer Jaguar aufgefallen?
  • Wem sind zwischen 10.45 Uhr und 11.15 Uhr im Bereich der Anschlussstelle Alzenau-Nord verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?
  • Wem sind an der Anschlussstelle Alzenau-Nord möglicherweise Fahrzeuge aufgefallen, die sich mit hoher Geschwindigkeit entfernt haben?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Aschaffenburg unter der Telefonnummer 06021/857-1733 entgegen.

Appell an die Bevölkerung: Bitte keine Anhalter mitnehmen!

"Das wichtigste ist für uns der Schutz der Bevölkerung", erklärte Basser. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 12.45 Uhr) wird daher weiterhin gebeten, keine Anhalter im Bereich Alzenau aufzunehmen. Die beiden flüchtigen Tatverdächtigen sind möglicherweise bewaffnet. Bitte teilen Sie verdächtige Wahrnehmungen und Personen umgehend dem Polizeinotruf 110 mit und werden Sie nicht selbstständig tätig.