Auf der A3 im Raum Aschaffenburg fing am Sonntag ein Auto im Baustellenbereich Feuer. Die Autobahn war zeitweise komplett gesperrt. Nachdem die Unfallstelle bereits geräumt war, kam es im weiterhin anhaltenden Rückstau gegen 13.30 Uhr in Fahrtrichtung Würzburg zu einem schweren Auffahrunfall und erneuter Vollsperrung der A 3.


Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Unfall am Stauende. Eine 73-Jährige aus dem Kreis Limburg fuhr auf Höhe der Ausfahrt Weibersbrunn gegen 13.30 Uhr mit ihrem VW Golf auf dem linken Fahrstreifen mit Wucht auf einen vorausfahrenden VW Golf aus Nürnberg auf und schob diesen auf einen wiederum vorausfahrenden britischen BMW auf.

Dabei wurde die 73-Jährige in ihrem Golf eingeschlossen und schwer verletzt. Sie musste von der Feuerwehr befreit werden. Im Nürnberger VW Golf wurden die beiden 51 und 61 Jahre alten Insassen leicht verletzt. Eine Mitfahrerin im britischen BMW konnte nach einer Erstuntersuchung vor Ort als unverletzt wieder entlassen werden. Die Schwerverletzte und die beiden Leichtverletzten wurden von Kräften des Rettungsdienstes ins Aschaffenburger Klinikum verbracht. Lebensgefahr besteht nach derzeitigen Erkenntnissen bei der Schwerverletzten nicht.

Die beiden VW Golf mussten abgeschleppt werden. Der BMW konnte die Fahrt notdürftig noch bis zur Rastanlage Spessart fortsetzen. Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa 40.000 Euro. Nachdem an der Unfallstelle Betriebsstoffe der Fahrzeuge ausgelaufen waren, kam eine Firma mit einem Spezialgerät zur Beseitigung von Ölspuren zum Einsatz. Die A 3 war an dieser Einsatzstelle zunächst für etwa 45 Minuten in Richtung Würzburg voll gesperrt. Anschließend konnten der erste und zweite Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Gegen 15.30 Uhr waren auch die Reinigungsarbeiten unter Absicherung durch die Feuerwehr beendet und die Fahrbahn wieder komplett frei. Der Stau betrug auch an dieser Einsatzstelle in seiner größten Ausdehnung mehrere Kilometer. Mit der endgültigen Verkehrsfreigabe löste er sich relativ rasch wieder auf.