Im April 2021 ist ein Streit zweier Männer in Aschaffenburg bis aufs Blut eskaliert. Gegen 19.00 Uhr kam es an einem Freitagabend (16. April 2021) zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf ein 23-Jähriger mit einem Messer auf seinen 24-jährigen Kontrahenten eingestochen hatte. Mit lebensgefährlichen Verletzungen schaffte es das Opfer sich mit einem Begleiter in ein Fahrzeug zu retten und zu flüchten. 

Der 23-jährige Tatverdächtige war ihnen daraufhin gefolgt. In der Deschstraße traf der 24-jährige Schwerstverletzte auf ein Einsatzfahrzeug der Polizei und machte mit letzten Kräften auf sich Aufmerksam. Die Beamten des Unterstützungskommandos der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die eigentlich an diesem Abend beim Demonstrationsgeschehen in Aschaffenburg eingesetzt waren, handelten sofort. 

24-Jähriger niedergestochen: Polizisten retten ihn vor dem Verbluten

Sie halfen dem Mann aus dem Fahrzeug, legten ihn auf den Boden und begannen, die schwersten Schnitt- und Stichverletzungen am gesamten Körper zu versorgen. Mit Tourniquets und medizinischen Bandagen stoppten die Polizisten die akuten lebensgefährlichen Blutungen. Währenddessen alarmierten andere Kollegen den Rettungsdienst und Notarzt, heißt es am Dienstag (15. Juni 2021) in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken. 

Die entsprechenden Beamten wurden nun nämlich von Polizeivizepräsident Martin Wilhelm für ihren vorbildlichen Einsatz gewürdigt. "Man braucht kein Hellseher sein, um zu wissen, dass der Mann den Weg ins Klinikum vermutlich nicht überlebt hätte", erklärt bezüglich der lebensrettenden Ersten Hilfe der Beamten der behandelnde Arzt des 24-Jährigen. "Die Einsatzbewältigung war in allen Belangen vorbildlich. Sie zeigt die hohe Professionalität unserer Einsatzkräfte", ergänzt Polizeivizepräsident Martin Wilhelm in der Pressemitteilung. 

Mitarbeiter des Rettungsdienstes und ein Notarzt übernahmen anschließend die weitere Versorgung des 24-Jährigen, der letztlich einige Liter Blut verloren hatte. Nach erfolgter Stabilisierung des inzwischen bewusstlosen Patienten wurde dieser in ein Krankenhaus gebracht und nach einer längeren Notoperation auf die Intensivstation verlegt. Wäre es den Polizisten nicht sofort gelungen die Blutungen zu stoppen, wäre der Verletzte – aus Sicht der behandelnden Ärzte - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor Ort verstorben. Zwischenzeitlich geht es – nach polizeilicher Kenntnis - dem 24-Jährigen den Umständen entsprechend relativ gut.

Einsatz der Beamten wird nun gewürdigt - Tatverdächtiger festgenommen

Der 23-jährige Tatverdächtige wurde von weiteren USK-Beamten vor Ort in der Deschstraße angehalten und vorläufig festgenommen. Noch am Abend  im April 2021 hatte die Kriminalpolizei Aschaffenburg unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg die Ermittlungen übernommen. Die Ermittlungen der Kripo dauern allerdings noch weiter an.