Mit insgesamt vier weiteren Fällen von Telefonbetrug beschäftigt sich die Kriminalpolizei Aschaffenburg seit Mittwoch. Die angerufenen Senioren ließen sich glücklicherweise jedoch nicht von den dreisten Tätern täuschen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte . Die Kriminalpolizei warnt vor den vielfältigen Maschen.


Forderungen von bis zu 15.000 Euro

Drei Senioren aus dem Stadtteil Leider meldeten sich am Mittwoch bei der Polizei, nachdem sie im Laufe des Vormittags Anrufe von Betrügern erhalten hatten. Die Täter gaben ich am Telefon als Enkelin oder Verwandte aus und baten um finanzielle Unterstützung. Die geforderten Beträge lagen zwischen 4000 Euro und 15.000 Euro zum Beispiel für einen angeblichen Autokauf. In allen drei Fällen ließen sich die Angerufenen jedoch nicht täuschen.

Bereits am Montag hatte bei einer Frau in Großostheim das Telefon geklingelt. Eine Mitarbeiterin einer Firma, die sich "Euro-Million" nannte, beglückwünschte sie zu einem Gewinn in Höhe von 40.000 Euro. Einzige Voraussetzung für die Auszahlung des Betrages war die Erstattung einer Gebühr von 900 Euro. Diese sollte die Angerufene in Gutscheinen begleichen. Die Frau ließ sich jedoch nicht täuschen, legte auf und verständigte die Polizei. Auch in diesem Fall ermittelt die Kripo.


Polizei warnt vor Trickbetrügern

Aktuell sind in Unterfranken wieder Enkeltrickbetrüger aktiv. Die Anrufer geben sich bei Seniorinnen und Senioren als Angehörige bzw. Bekannte aus und fordern hohe Geldbeträge, zum Beispiel für bevorstehende Wohnungskäufe, warnt das Polizeipräsidium Unterfranken. Es ist mit weiteren Anrufen zu rechnen. Informieren Sie bitte Ihre Angehörigen!

Seit Donnerstagvormittag gehen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken immer wieder Mitteilungen über Enkeltrick-Versuche ein. Die Schwerpunkte liegen bislang in den Bereichen Bad Kissingen und Würzburg. Aktuell dürften die Betrüger auch weiterhin versuchen, mit der dreisten Masche Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät:

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
• Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
• Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
• Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
• Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
• Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.