Großeinsatz für die Polizei im unterfränkischen Aschaffenburg: Am Sonntagabend (18. April 2021) griffen Personen, die in der Innenstadt einer Kontrolle unterzogen werden sollten, unvermittelt Polizeibeamte an, wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet. Es kam auch im Anschluss zu weiteren Widerstandshandlungen.

Gegen 17.30 Uhr wollten Polizeibeamte eine Personengruppe in der Herrstallstraße einer Kontrolle unterziehen. Die Gruppe bestand nach ersten Erkenntnissen anfangs aus rund 30 Personen, die augenscheinlich nicht demselben Hausstand angehörten. Als die Polizisten die Identität der Personen, die dem Lager der Corona-Maßnahmen-Gegner zuzuordnen sind, feststellen wollten, griffen Teile der Gruppe die Einsatzkräfte tätlich an.

Zahlreiche Verstöße: Corona-Leugner beschäftigen die Polizei

Drei Aggressoren, zwei Männer und eine Frau, mussten von den Polizisten teils zu Boden gebracht werden und wurden anschließend vorläufig festgenommen. Verletzt wurde hierbei niemand. Um die aufgeheizte Stimmung der inzwischen rund 50-köpfigen Gruppe wieder zu beruhigen und weitere Eskalationen zu verhindern, wurden zahlreiche Unterstützungskräfte hinzugezogen. 

Im Vorfeld der Kontrolle sollen Mitglieder der Personengruppe, die allesamt keine Mund-Nase-Bedeckung getragen hatten, Passanten angegangen sein, die eine Maske getragen hatten. Hierzu hat die Polizeiinspektion Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Gegen die Festgenommenen im Alter von 18, 32 und 52 Jahren wurden inzwischen Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Mit starken Kräften gelang es der Polizei schließlich am Abend, die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen. Verletzte gab es bei dem gesamten Einsatz nicht zu beklagen.