Verhandlungen über eine mögliche Verlängerung des Kontrakts hat das Unternehmen nun auf Eis gelegt, wie eine Sprecherin am Dienstag bestätigte.
Der Verein Deutsche Sprache und eine Senioreninitiative werben derzeit in ganz Franken um Unterschriften; sie wollen erreichen, dass die Heimspielstätte des 1. FC Nürnberg künftig nicht mehr "easyCredit-Stadion" heißt, sondern wie schon früher mit dem "Frankenstadion" wieder einen Namen mit regionalem Bezug erhält. "Der jetzige Name hat keinerlei Akzeptanz", sagte Mitinitiator Rudolf- Bernd Kondler. Die Aktion sei nicht gegen den derzeitigen Namenssponsor gerichtet, betonte er: "Es geht nur um einen schöneren Namen."
Die Stadt Nürnberg erklärte, dass die Vermarktung der Namensrechte fester Bestandteil des Finanzierungskonzepts des Stadions sei. 2005 hatte die Kommune das Stadion an eine private Betreibergesellschaft übergeben. Mit der anfallenden Pacht werden Zins und Tilgung für Kredite bezahlt, die die Stadt im Zuge des Stadionumbaus aufgenommen hatte. Um die Spielstätte für die WM 2006 umzubauen, waren 52 Millionen Euro investiert worden, die je zur Hälfte Freistaat und Kommune tragen. Der Verkauf der Namensrechte sei eine unverzichtbare Einnahmequelle für die Betreibergesellschaft, hieß es. dpa